News bis 2010

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Eigene Wege

"Tschou Buddha, es het gfägt!"

 

Seit heute morgen gehen wir also wieder getrennte Wege, das war so abgemacht. Während ich heute nachmittag nach Bangkok zurückfliege und mich langsam mit der Heimreise auseinandersetzen muss, tuckert Housi vorerst mit dem Schiff den Mekong hinunter Richtung Vietnam - er müsse sich an einem einsamen Strand vorerst von mir erholen, sagt diese Ratte! Fügt dann zum Abschied aber doch an: "Tschou Buddha, es het gfägt!" Ja, gfägt hat es wirklich, Kumpel. Sicher bin ich nicht mehr so der bedingungslose Reisebegleiter gewesen wie auf früheren gemeinsamen Asienreisen, habe ich mich doch stets vor der Geisterstunde in meine Zelle zurückgezogen, was mir hie und da den Spott des Reisepartners eingetragen hat: "Ja, bin i de eigentlech mit emne Mönch ungerwägs oder was?"
Der andere hat sich heute vor dem Verlassen des Zimmer bitter am Hotelpersonal gerächt: hat die Betttücher auch vom unbenützten Bett heruntergerissen... (Update 30.10.2010)

 


 

Henkersmalzeit

Wasserbüffel nach Khmer-Art

 

Khmer Waterbuffalo - Wasserbüffel-Fleisch an Zitronengras mit Peperoni, Chilischoten und Zwiebeln, dazu Reis. Das sollte gestern abend helfen, den Aerger des Tages besser schlucken zu können. Das kam so: beim Inspizieren der Zimmer vorgestern spielte mir mein immer noch "lahmes" Ohr offenbar einen Streich. Zuerst zeigte man mir zwei Verschläge ohne Fenster für 18 Dollar. Als ich die Nase rümpfte, bot man mir zwei mit Fenster, Balkon und Sicht auf den Fluss an. Klar fragte ich: "Same price?" Die Antwort musste ich Depp offenbar als ebenfalls 18 statt 28 Dollar interpretiert haben und gab den Zuschlag. Als Housi das Zimmer bezahlen wollte und für zwei Nächte 56 Stutz hinblättern musste, rastete er aus und schrie herum! Die Receptionistin liess Tränen kullern, blieb aber hart. Tatsächlich: 28 Dollar sind diese Zimmer nie und nimmer wert, angesichts der mehrstündigen Dropouts beim WiFi, der massiven Beschallung mit Strassenlärm rund um die Uhr, der zerrissenen Handtücher, der 3prozentigen Kommissionstaxe beim Zahlen mit Kreditkarte. Eine Sauerei ist das! Housis Hohn über meinen Fauxpas werde ich wohl bis in alle Ewigkeit erdulden müssen. (Update 30.10.2010)

 


Richtungswechsel

Meine Balkonaussicht auf den Tonle Sap in Phnom Penh

Phnom Penh haben wir gestern in einer sechseinhalbstündigen Schiffahrt auf dem Tonle Sap erreicht. Dieser Fluss weist die Besonderheit auf, dass sich seine Fließrichtung im Lauf des Jahres ändert. Während der Regenzeit führt der Mekong viel Wasser, mit ihm auch der Tonle Sap. Dieser speist den Tonle-Sap-See und vergrößert ihn. Wenn der Mekong während der Trockenzeit einen niedrigeren Pegel hat, fließt das angesammelte Wasser aus dem Tonle-Sap-See zurück in den Mekong, der Tonle Sap hat seine Richtung geändert. (Update 29.10.2010)

 


 

"Tuktuk, Sir?"
Seit gestern sind wir mit Mietvelos unterwegs. Nicht primär aus Freude am Velofahren, denn die Göppel sind in einem erbärmlichen Zustand, sondern um uns vor den aufdringlichen Tuktuk-Fahrern zu schützen! Alle paar Schritte wird einem Fussgänger in Siem Reap die gleiche Frage gestellt: "Tuktuk, Sir?" Hundertemal am Tag. Nun kann ich jenen Deutschen verstehen, der vorgestern völlig entnervt einen Driver angeschriehen hat: "My name is Stefan, not Tuktuk!"
Die Art wie hier auf sich aufmerksam gemacht wird, ob Tuktuk-Fahrer, Verkäufer oder Bettler, ist absolut penetrant. Kein Vergleich zu Thailand. Sicher geht es den meisten Menschen hier schlechter, vor allem wegen der absolut sinnlosen und brutalen Kriege in den siebziger Jahren. Dass jeder irgendwie sein Auskommen sucht ist nachvollziehbar. Allein der Stil...
Hingegen schäme ich mich dann und wann, aus einem Land zu stammen, das während des Vietnamkrieges tonnenweise abscheuliches Kriegesmaterial in Form von Zündern in diese Region geliefert hat. Sichtbar alle paar Meter auf Kambodschas Strassen: überall verstümmelte Männer, Frauen und Kinder mit abgerissenen Armen und Beinen. Und noch schlummern wohl tausende von Tretminen in Kambodschas Boden, warten auf ihr hinterhältiges zerstörerisches Teufelswerk. Heute haben wir zwei armen Kerlen ein Nötchen zugesteckt: der eine sass im Rollstuhl, beide Arme und beide Beine am Leib abgetrennt, mit einem Körbchen voller Bücher und Ansichtskarten um den Hals; der andere, der den Rollstuhl vor sich herschob, hatte keine Hände mehr...
Morgens um 6 Uhr geht's weiter mit dem Boot durch den Tonle Sap Richtung Phnom Penh. (Update 27.10.2010)

 


 

Auf Tempeltour

Neben Angkor Wat, dem Wahrzeichen Kambodschas, das auch dessen Flagge ziert, ist der Tempel Ta Prohm (erbaut im späten 12. Jahrhundert) der wohl bekannteste - sicher seiner eingewachsenen Bäume wegen, die einerseits schmuck wirken, anderseits auch die Mauern zusammenhalten und gar nicht erst entfernt werden könnten.
Wollte man alle Ruinen des riesigen Angkor Archaeological Parks besuchen, nähme das Tage in Anspruch! Wir nehmen uns gerade deren vier vor und machen dann schlapp, weil es so heiss und feucht ist. (Update 25.10.2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bubentraum erfüllt

Lasse mich heute von Tuktuk-Fahrer Sna zum Angkor Wat chauffieren. In einem Buch sah ich in meiner Jugend ein Bild von diesem Tempel, das mich damals sehr beeindruckte und in mir den Wunsch weckte, irgendwann diese Stätte besuchen zu können. Die Grösse dieses antiken Königstempels, der um 1200 erbaut wurde, ist schlicht gigantisch! Morgen wollen Housi und ich gemeinsam weitere Tempel besuchen. (Update 24.10.2010)

 


 

Ohrensausenspital
Seit heute abend besitze ich eine Kundenkarte des Bangkok International Hospital in Siem Reap! Warum das? Seit gestern morgen plagt mich ein starker Druck im rechten Ohr, der zum bestehenden Tinitus recht unangenehm geworden ist. Zeitweise bin ich auf diesem Ohr ganz taub, die Wange schmerzt, die Koordination ist beeinträchtigt und Kaubewegungen tun auch weh. Weil sich die Situation ständig verschlechtert, fahren wir heute Abend mit einem Tuktuk ins International Hospital ausserhalb von Siem Reap zwecks Abklärung. Die Untersuchung erfolgt äusserst speditiv und professionell. Dem diensthabenden Arzt entfährt ein leicht entsetztes "Ooh!" als er mit seinem Lämpchen in mein Ohr leuchtet. Diagnose: bakterieller Befall des Gehörgangs, starke Schwellungen, Trommelfell aber intakt. Mit einem Arsenal von bunten Tabletten und Ohrentropfen tuckern wir anschliessend heimwärts. (Update 23.10.2010)

 


 

Eindrückliche Bootsfahrt

Morgens um 7 Uhr besteigen wir in Battambang ein 30plätziges Boot, das uns in einer 7stündigen Fahrt über einen Fluss und einen See nach Siem Reap bringen soll. Wir werden Zeugen wie das Leben am Fluss erwacht: Ueberall machen die Menschen im schmutzigen Wasser Morgentoilette,

später holen die Fischer ihre ausgelegten Netze ein, paddeln die Frauen mit dem Kanu zum Einkaufen. Dann und wann geht schon mal einer in unserem Kielwasser über Bord, meistens quittiert mit einem Lachen. Tausende Fischerfamilien leben entlang des Ufers, teils in Pfahlbauten, in schwimmenden Häusern oder auf Booten.
Gegen den Lärm des Dieselmotors haben wir uns rosarotes Toilettenpapier in die Ohren gesteckt. Wir staunen immer wieder, dass der Steuermann den Weg durch die teils schmalen Wasserarme findet, die teils so eng sind, dass wir von Zweigen des Dickichts links und rechts bös gepfitzt werden, vor allem wenn andere Boote gekreuzt oder überholt werden müssen.
Da und dort steigen Einheimische zu oder verlassen das Boot. Zu uns ins lärmige Heck gesellt sich ein wettergegerbter älterer Kambodschaner. Zuerst glauben wir, er habe eine Knoblauchzehe zwischen die Lippen geklemmt, bis wir realisieren, dass dies ein abstehender Zahn ist. Gestenreich erklärt er uns auf Khmer die Termik des Wetters über dem See und zertritt eine giftige Raupe, die sich gefährlich meinen Zehen genähert hat.
Der See Tonle Sap gilt als fischreichstes Gewässer der Welt. Seine Fläche ist nach der Regenzeit fünfmal grösser als in der Trockenzeit, sein Niveau kann deshalb bis zu 10 Meter differieren! (Update 23.10.2010)

 


 

Fingerzeige in Battambang

Erleichterung nach dem Grenzübertritt

 

Kinder auf einem Lastwagen

Der Visa-Kram im wenig bekannten kambodschanischen Grenzübergang Pun ist schlank über die Bühne gegangen, sozusagen ohne Wartezeiten. Nicht so wie in den bekannten Checkpoints, wo sich die Touristen oft zu hunderten drängen und schon mal einen Tag untätig verbringen müssen.
Nach einer angstschweiss- und harntreibenden, rasanten Holperfahrt mit dem Taxi für 1000 Bath über teils ausgeschlagene Naturstrassen treffen wir in Battambang ein. Hier fallen Ausländer noch auf, da zeigen Kinder lachend auf sie. Das ist anfänglich etwas sehr gewöhnungsbedürftig.
(Update 22.10.2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Szenen einer Ehe
Manchmal erscheint mir der Umgangston in unserer Reisebeziehung wie jener in einer alten Ehe. Da wird gegiftelt und gekeift: "I ha der scho mängisch gseit du söusch...", "Immer muess me aues drümau säge!", "Warum hesch jitz nid...", "Geng muess me numen uf di warte!", "Du hesch doch immer öppis z meckere!", "Cha jitz die verdammti Kifferei nid warte?", "E Reisefüehrer ghört doch nid z ungerscht i d Gofere!" Die Liste liesse sich problemlos fortsetzen. Aussenstehende denken oft, wir hätten die grössten Lämpe, weil sie die zum Kult entwickelten Scheinkämpfe nicht auf Anhieb durchschauen.
Heute sind wir nach Chanthaburi gereist - mit über 2 Stunden Verspätung allerdings. Der erste Minibus wollte uns nicht mitnehmen wegen unserem Gepäck. Housis Unmut hat sich natürlich sofort lauthals über meinem blauen Koffer entladen: "Du bisch tschuld - i ha der ja mängisch gseit, du söusch nid so nes grosses Teil mitnäh!" Kommt dazu, dass wir wieder mal einen thailändischen Trick Geld zu verdienen schlecht durchschaut haben.
Aber jetzt sind wir in Chanthaburi. Hier ist alles nur noch thailändisch angeschrieben. Englisch spricht kaum jemand. Morgen gehts weiter nach Kambodscha. Und der blaue Koffer kommt mit - basta! (Update 21.10.2010)

 


 

Kokos statt Kroko

Pathumtip "Tip", Joel und Hanspeter "Maikel" Michel


Seafood in Kokos

 

Haben uns heute von der Fähre aufs Festland nach Ban Phen übersetzen lassen. Kaum betreten wir den Pier bricht ein heftiges Unwetter los.
Eigentlich hat uns Hanspeter "Maikel" Michel, der Tourist Policer aus Bönigen, für heute abend zu einem Fondue eingeladen, kann aber so kurzfristig keinen Käse auftreiben. So führt er uns mit seiner Familie in ein Restaurant ausserhalb der Stadt, in dem als Spezialität des Hauses Krokodilsteaks angeboten werden. Housi und mich verlässt jedoch der Mut, lassen diesen Gang aus und vertilgen stattdessen Seafood in Kokosmilch gekocht und serviert in einer Kokosnuss - eine vorzügliche Leckerei.
Maikels Frau Pathumtip, die Thailänderin aus Chanthaburi, ist teils in der Schweiz aufgewachsen. Sie führt seit einem Jahr in Ban Phen eine kleine Eisstube. Die beiden haben sich in Solothurn kennengelernt. Ihr vierjähriger Sohn Joel, das allerliebste Kerlchen, ist aber in Thailand geboren und switcht nahtlos zwischen Thai und Oberländer Dialekt hin und her. Maikel arbeitet seit einigen Monaten bei der Tourist Police, wo er in Schwierigkeiten geratenen Farangs aus der Patsche hilft. Deshalb sind wir auch mit dem Polizeiauto zum Znacht gefahren - der Tschugger hat zum Spass auch mal das Blaulicht eingeschaltet...
Maikel hat während des Abends einmal beiläufig seine Schwester Lisa ewähnt, die nun nicht mehr so oft Thailand bereisen könne, seit sie vor Jahresfrist das elterliche Sanitärgeschäft übernommen habe. Da fällt es Housi und mir wie Schuppen von den Augen: Vor 2 Jahren haben wir exakt diese Lisa auf Koh Samui zufällig in einem Sammeltaxi kennengelernt! Ein sofort gestartetes Kontrolltelefon bestätigt diese Tatsache. Wie ist die Welt doch klein. (Update 20.10.2010)

 



Motocross zum Garten Eden

Beine hoch und durch! Bild: Hans Hauert

 

Ao Phrao Beach

Endlich, endlich lässt es das Wetter zu, dass wir das Paradies auf Koh Samet suchen können. Aber der Weg dorthin ist beschwerlich, voller Schlaglöcher und Pfützen - eine Motocrosspiste ist ein Pappenstiel dagegen! Ohne Stollenpneus an den Motorbikes kämen wir kaum ein paar Meter weit. Glücklicherweise kriege ich Grünschnabel vom erfahrenen Töffpiloten Housi ein paar hilfreiche Tipps: "Chlammere di doch nid so a die Länkergriffe! Häb se locker i de Häng. U lüpf der Arsch wenns schlat!" Und siehe da - aus panischem Entsetzen wird plötzlich so etwas wie Freude.
Was wir dann nach einer stündigen Rüttel- und Spritzfahrt, auf der wir Kopf- und Kragen riskieren, vorfinden ist allerdings paradiesisch: der Strand von Ao Phrao ist schlicht berauschend.
Dafür haben glücklicherweise die Heerscharen von Wochenend-Ausflüglern die Insel wieder verlassen - stinkreiche Thais, Russen und Japaner, die freitags und samstags mit Speedboats herangebaggert worden sind. (Update 18.10.10)

 

 

 


 

Regen heute
Nix von schönem Wetter - unseren Töfftripp an einen sauberen, leeren Sandstrand haben wir nun schon zweimal verschieben müssen. Gestern hat's fast den ganzen Tag wie aus Kübeln gegossen und heute siehts auch nicht vielversprechend aus. Da der Boden auf Koh Samet sehr lehmig ist, kann das Regenwasser nur schlecht ablaufen, was zur Folge hat, dass die Insel zurzeit von Schlick überzogen ist. (Update 17.10.10)

 



Kein Regen heute
Koh Samet soll die wettersicherste Insel Thailands sein. Habe ich heute gelernt - von Housi Michel, einem ausgewanderten Böniger, der zusammen mit seiner Thai-Frau Pathumtip (was nichts anderes als Seerose bedeutet!) und Sohn Joel als Tourist Policer in Ban Phen lebt, zurzeit aber während des Tages auf Koh Samet arbeitet und dabei in einem recht teuren Resort zum Rechten schaut. Der "Maikel", wie ihn hier alle - Touris, Thais und SchwarzarbeiterInnen aus Kamdodscha, Laos und Vietnam, nennen, behält Recht: heute während des Tages fällt kein Tropfen Regen!
Mein Begleiter Housi "Bio" Hauert hat sich heute nach dem klammheimlichen Lesen dieser Website bitter beklagt, dass in den kleinen Anekdötchen immer nur er der Depp sei. "Schryb doch mau, dass du geschter fasch Seife gfrässe hesch!" wäffelt er. Also: ich gestehe, gestern ein kleines in Rot eingepacktes rechteckiges Dingelchen, das auf der Bettdecke gelegen hat, fälschlicherweise als Schöggeli klassifiziert, freudig dessen gezackte Verpackung aufgerissen und beinahe, beinahe dreingebissen habe. Housi - ume zfride? (Update 15.10.10)

 



Koh Samet

Aussicht im ersten Hotelzimmer...

 

...und im zweiten.

Nach einer zweistündigen Taxifahrt von Bangkok nach Ban Phen und einer halbstündigen Schaukelfahrt mit dem Schiff gehen wir in Koh Samet an Land. Vor lauter Abfallbergen, Horden von kichernden japanischen Backfischen und abgetackelten Euro-Alkis und -Kiffern kann ich - zumindest heute - nirgendwo Inselparadiesisches ausmachen. Auch zeigt sich, dass Housis und meine Vorstellungen von einer gemütlichen Unterkunft nach wie vor meilenweit auseinanderliegen... Zudem seicht es in Strömen. Auf dieser Insel werde ich wohl nicht allzu alt!
(Update 14.10.10)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Wiedersehen in Bangkok
Rückflug nach zwei Regentagen auf Koh Samui nach Bangkok. Housi Hauert ist gestern da angekommen und besucht mich im Hotel. Bringt eine Flasche Rotwein mit, ich steuere zwei mitgebrachte Landjäger bei - schon haben wir ein leckeres Zvieri.
Nach dem Znacht im Suda Restaurant in einem Hinterhof der Sukhumvit, wo es in Bananenblätter eingewickeltes Huhn, Wasserspinat und Reis gibt, beginnt es sindtflutartig zu regnen - fast eine Stunde müssen wir unter einem Baldachin auf die Rückkehr warten.
Heute vormittag ausgiebige vorerst erfolglose Skype-Tests an der Reception von Housis Hotel. Jedoch hilft auch der beste Passwort-Manager nichts, wenn man auch noch dessen Passwort vergisst... Dann klappts doch endlich von Housis Netbook zu mir am Hotel-PC ein Videogspräch aufzubauen. Das gelöste Probleme verleitet zu Albernheiten, zumal ja die Reception gerade unbesetzt ist - Housi vergisst aber, dass da doch jemand beobachtet - die Ueberwachungskamera des Hotels... (Update 13.10.10)

 



Aussicht von meinem Balkon im Coconut Beach Resort

 

Small World
Da fliege ich fast 10000km von der Heimat weg, und erzähle meinem Kollegen Nestor Stucki, der vor 12 Jahren von Bern nach Koh Samui ausgewandert ist, unter Palmen von meinem Wylerhüsli-Buchprojekt und klage, dass es nicht einfach sei, an Informationen heranzukommen, dass immer weniger Augenzeugen von der Arbeitersiedlung (1890 erbaut und ab 1950 bis 1972 in Etappen wieder geschliffen) erzählen können und auch nur wenige Fotos erhalten geblieben sind. Da sagt der mir tätsch ins Gesicht: "Dumme Cheib - i bi dänk im ene Wylerhüsli ufgwachse! My euter Brüetsch, der Role, het ganz sicher no Fotine." Dann folgen Anekdoten und Müsterli Schlag auf Schlag. Wylerhüsli-Forschung in Thailand - ich könnte vor Glück die Welt umarmen, wie ist sie doch klein geworden! (Update 10.10.10)

 


 

Versprechen eingelöst

Vor meinem Abflug nach Thailand habe ich meiner Arbeitskollegin, der Baccherine, die zurzeit in Las Vegas weilt, selbst aber ein grosser Thailand-Fan ist, teuer und heilig versprechen müssen, zu ihrer Ehre möglichst bald ein Süppchen auszulöffeln und dabei ihrer zu Gedenken, was ich heute um 15.11 Uhr in Lamai auf Koh Samui getan und somit dieses Versprechen eingelöst habe. Die Kokossuppe mit Shrimps hat übrigens köstlich geschmeckt! Kostenpunkt: inklusive Soda Water 115 Baht (zirka 4 Stutz), relativ teuer für thailändische Verhältnisse - Koh Samui halt. (Update 9.10.10)

 


 

Spuren der Verwüstung

Mein erster Gang in Bangkok führt jeweils zur Pantip Plaza, einem megagrossen Computershop auf 5 Etagen, in dem es ganz interessante Dinge zu kaufen gibt: PCs, Laptops, Digicams, Zubehör, CDs, DVDs und eben Software.. Dem Vorgesetzten Pelli würden die Augen überlaufen wenn er das sähe!
Wie jedesmal benutze ich bei der Station Phloen Chit eine mehrere 100m lange Galerie unterm Skytrain, weils da oben etwas weniger lärmig ist und immer ein leichtes Lüftchen weht. Am Ende mündet die Fussgängerpassage über eine Rolltreppe in den Central World, ein riesengrosses Einkaufszentrum im Stile von Westside. Mein Weg lässt sich so abkürzen und zudem ist es da drin angenehm kühl. Gerade als ich auf die Rolltreppe einbiegen will - stehe ich vor einem Bretterverschlag. Was soll das? Erst jetzt sehe ich den Grund: der ganze Center ist ausgehölt, die Fassaden teils weg oder rauchgeschwärzt! Erst jetzt fällt bei mir die Münze: die Rothemden haben ja im Mai bei den politischen Unruhen rund um Regierung und Thaksin mit alten Autopneus diesen Konsumtempel in Brand gesetzt! Das Video dazu: http://www.liveleak.com/view?i=18b_1274288383. Bei Pantip Plaza werde ich rasch fündig, bin wiedermal gottenfroh, dass ich nicht Mac-User bin und trage das erstandene Juwel stolz heim. (Update 8.10.10)

 



Beschissener Empfang

Garstiger hätte meine Ankunft in Bangkok nur schwer ausfallen können: Da checke ich morgens um 06.20 Uhr nach der üblichen Flugtortur im Hotel ein, beziehe mein Zimmer und will vor dem Schlafengehen noch kurz ennet der Strasse im Market etwas Tranksame kaufen um den lästigen Medikamentencocktail runterspülen zu können, als mich von oben herab eine Taube bescheisst - und wie! Ensetzt blicke ich zur Telefonleitung hoch und sehe, wie sich ihr Arschloch nach dem zweiten Sprutz schliesst. Und mich mit ihrem rotgeränderten Auge mustert. Gleich zweimal hat sie meine Haare, Hemd und Hose markiert die Sau! Nein, das ist nicht die sprichwörtliche asiatische Gastfreundschaft wie ich sie mir gewohnt bin...
Der Flug war direkt, recht ruhig und so was wie angenehm - sofern man Langstreckenflügen grundsätzlich einen Hauch von Angenehmem abgewinnen will. Thai Airways bietet halt schon mehr Freiheit für die Beine als andere Fluglinien. Dafür kosten diese Flüge etwas mehr, doch ich habe Glück gehabt und mir wieder mal diesen kleinen Luxus leisten wollen. (Update 6.10.10)

 


 

Standby TG 971 - ready to take off!
Nach langem Zaudern habe ich endlich gebucht. Wieder mal weg muss ich, will ich, darf ich. War über ein Jahr nicht weg - zumindest nicht in den Ferien, um die Zügel schleifen, die Seele baumeln lassen zu können. Der Verzicht ging ans Eingemachte, kostete Substanz. Dünnhäutig machte mich das. Viel mehr als ich zulassen möchte.
Eigentlich hätte ich ja schon wie gewohnt im Juni eine Auszeit nehmen wollen. Um den Rhythmus - 2 Monate in Thailand, 10 in der Schweiz - einhalten zu können. Politische Unruhen haben mich unter anderem abgehalten - aber das ist Schnee von gestern.
Doch habe mich auch schon mehr auf Thailand gefreut als diesmal. Vieles ist in letzter Zeit etwas anders geworden bei mir. Hätte ich nicht schon vor langer Zeit diesen Trip mit Housi, meinem langjährigen Thailand-Begleiter, abzustimmen versucht, ich weiss nicht... (Update 28.9.10)

 


 

Blatter stellt doch wieder aus!
Freitag, 25. Juni 2010, 18.00 Uhr, Galerie 9a, Stauffacherstrasse 9a im Berner Breitsch. Kommt doch zur Vernissage! Diese Minigalerie in einem winzigen ehemaligen Schuhmacherhäuschen ist schlicht KULT! (Update 23.6.2010)

 



Aerztliche Entschuldigung
Wer lediglich allgemein versichert ist, dem blüht Aerger und Pein, sollte er je medizinisch hilfsbedürftig werden! Fast 4 Stunden liegt Nadja nun auf einem Schragen auf der Notfall-Abteilung von Spital Gerstenauen 1, wird nicht ernst genommen und mehrmals heimgeschickt. Dabei schafft sie es nicht mal selber aufs Klo. Sie bittet nach Torturen um etwas Getränk. Die Pflegende kanzelt sie ab: "Ja, wir müssen schon zuerst abklären, wie es mit Ihnen überhaupt weitergeht!" Bringt dann aber später wortlos mit zusammengekniffenen Lippen und abgewendetem Blick ein halbes Glas Wasser... Verlegung wieder mit der Ambulanz zur Klinik Gerstenauen 2, weil man in Gerstenauen 1 angeblich kein Bett mehr frei hat... Eine weitere Göttin in Weiss untersucht die Patientin, biegt ihr Bein ungeachtet der Schmerzen hin und her und diagnostiziert - Muskelkater! Und will sie erneut - es ist nun Mitternacht - heimschicken! Intervention von Patientin und Vater. Die Nachtschwester grüsst nicht mal. Weist einfach ein.
Andertags nach Aerztinnenwechsel dann endlich die Kehrtwende nach Röntgen und MRI: Diagnose Diskushernie! Plötzlich kümmert frau sich. Nadja muss eine Woche in Gerstenauen 2 bleiben. Zum Abschied erscheint dann unerwartet die weisse Göttin vom ersten Abend, druckst lange herum und rückt erst kurz vor dem Handschlag heraus: "Muss mich für mein unkorrektes Verhalten damals entschuldigen. Diagnose war falsch. Habe viel an Sie gedacht. Hatte einfach damals einen schlechten Tag!" Vermeidet dabei jeglichen Augenkontakt. Nadja platzt heraus: "Ich damals auch!" Recht hat sie. Sie und ich: Nie mehr Gerstenauen! (Update 23.6.10)

 



Hütet euch vor Spitälern!
Meine Tochter Nadja musste letzten Mittwoch nach qualvollen Stunden mit entsetzlichen Schmerzen im linken Bein mit der Ambulanz in ein Berner Spital eingeliefert werden. Auf dieser Fahrt und auf weiteren habe ich sie eskortiert - und dabei ein Müsterchen unseres dekadenten Gesundheitssystems mitbekommen, das mich unheimlich zornig macht! Aber noch schweige ich. Warum? Nadja liegt noch immer in einem Berner Spital und ist von den HalbgöttInnen in Weiss abhängig - ich kann hier also erst später auspacken... (Update 6.6.10)

 



Mediale UebeltäterInnen schämt euch!
Da stürzt zwischen Johannesburg und Tripolis ein Flugzeug ab, 103 Menschen sterben - alle, mit Ausnahme eines 10jährigen Jungen! Er soll zwar ausser Lebensgefahr sein, hingegen ist seine Identität noch nicht geklärt. TV (unter anderem das SF), Internetportale (und morgen wohl auch Printmedien) zeigen den Knaben mit Schläuchen im Gesicht, das eine Auge blutunterlaufen geschlossen, das andere benommen halb geöffnet. Ansonsten regungslos. Vermutlich hat er beim Absturz einen Teil seiner Angehörigen verloren.
Heeee! Halt mal! Wo bleibt denn da die Würde? Der Respekt vor einem Menschen? Dessen Identität noch gar nicht geklärt ist? Der ein verbrieftes Recht hat über die Veröffentlichung seines Gesichtes zu entscheiden, oder zumindest seine gesetzlichen Vertreter. Aber die sind ja wahrscheinlich tot. Also denkt ihr, dass der Junge euer Freiwild ist - zum Abschuss freigegeben! Was seit ihr für verachtenswerte Stinker hinter euren Bildschirmen! Ich möchte über euch kotzen. Hoffentlich wird euch der Prozess für eure Skrupellosigkeit gemacht, ihr Schweine! Wenn nicht subito, dann später mal! Pfui Teufel, ihr Bestien! (Update 13.5.10)

 


 

Der wahre Bärenfotograf heisst Uersu!
In ihrer heutigen Ausgabe hat eine Berner Zeitung einen Amateurfotografen, der sich momentan mangels Arbeit mit seiner Kamera am Bärenpark die Zeit vertreibt, in einer umfangreichen Story gewürdigt. Ich will seine Fotos in keiner Weise herabwürdigen. Aber so, wie diese Geschichte daherkommt, hat sie mich genervt. Denn der wahrlich beste Bärenfotograf, DER Bärenfotograf schlechthin, arbeitet auf der Redaktion dieser Zeitung: Urs Baumann! Was Uersu in den letzten Wochen an Bildmaterial heimgebracht hat, ist schlicht genial (siehe nebenstehendes Bild von den spielenden Bärenkindern). Aber eben - ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Hause! Schade, aber nicht neu, dass schreibende ZeitungstäterInnen so wenig "Gspüri" haben... (Update 23.3.2010)

 


 

Dringender Aufruf: Wer weiss etwas über die Wylerhüsli in Bern?
Dringend suche ich Fotos, Infos und "Zeugenberichte" über das legendäre Arbeiterquartier im Berner Wylerfeld! Die 98 Wohneinheiten konnten ab 1890 bezogen werden; doch schon 1950 wurden die ersten Wylerhüsli in Etappen bereits wieder abgebrochen - das letzte verschwand 1972.
Fast gleichzeitig entstand damals in Holligen eine vergleichbare Siedlung mit 82 Sozialwohnungen - auch dazu suche ich Material!
Wer weiss etwas? Wer kennt jemanden, der von diesen legendären Häuschen erzählen könnte? Meldet es mir, bitte! (Update 16.2.2010)

 


 

Hundegeschichtchen Nr. X: Nun hat's auch meinen Brüetsch erwischt!
Eigentlich wollte er nur einem befreundeten Paar eine Weinflasche vorbeibringen. Als er aus dem Auto ausstieg, fiel ihn ein Schäfer an und biss ihn in den Bauch. Einfach so. Die Hundehalter haben danach sofort reagiert: Das Tier wird niemanden mehr beissen, es ist inzwischen tot - mein Brüetsch und ich um eine Gewissheit reicher... (Update 16.2.2010)

 



Zurück auf www
Fast 5 Monate habe ich nun geschwiegen, war ausser Stande, Wichtigeres von Unwichtigem zu separieren. Aber das soll sich künftig ändern - eure regelmässigen Besuche auf meiner Seite spornen mich an, mich aus der Lethargie zu erheben und gelegentlich wieder mal aus dem Nähkästchen zu plaudern. (Update 10.02.2010)

 



Wunder geschehen selten, aber sie geschehen!
Ohne grosse Hoffungen mache ich mich andertags im Taxi auf die Socken zur Pantip Plazza, einem 5stöckigen Shoping Center für Pcs, DVDs, Software und Digicams. War gestern schon da, allerdings vor dem Supergau. Schnüre ziellos durch die Etagen. Was sehe ich da plötzlich? Ein Acer-Service-Office! Sofort rein. Offenbar muss man da ein Ticket lösen, was ich aber nicht schaffe, weil der Automat nur mit thailändischen Hieroglyphen angeschrieben ist und mehrere Knöpfe zur Auswahl stehen. Ein junger Thai beobachtet meine Hilflosigkeit, steht hinter seinem Schalter auf, kommt nach vorn, lässt für mich ein Ticket raus und heisst mich zu allem noch gleich vor seinem Schalter Platz zu nehmen. Aufgeregt schildere ich das Problem. Er nickt kurz, scannt den Strichcode unten am Geräteboden und erkennt sofort auf dem Bildschirm, dass die Garantie noch läuft - obschon ich das Gerät ja in der Schweiz gekauft habe. Das ist der Vorteil einer Registrierung! Er fordert mich auf, einen Zettel auszufüllen. Ich frage ihn zaghaft, ob er mir wohl helfen könne. Er nickt. Ob er mir denn heute helfen könne, ich verlasse morgen Bangkok. Er nickt auch jetzt vielsagend. Er fordert mich auf, zurück ins Hotel zu fahren und Kopien meines Passes mit dem Einreisestempel zu besorgen. Also mit dem Taxi zurück zum Hotel und durch Bankoks Mittagsverkehr retour. Nach 90 Minuten stehe ich wieder vor dem Schalter, aber ohne grosse Hoffnungen. Der Thai geht nach hinten und kommt mit meinem Laptop zurück. Gleich wird der Hammer kommen, denke ich. Er legt es lächelnd vor mich hin und fordert mich auf: "Start it now!" Ungläubig drücke ich den Startknopf und - mein Netbook startet durch, als wäre nie etwas anders gewesen! Zu bezahlen brauche ich nichts. Dass ich mich überschwenglich wortreich bedanke, wird dem Thai etwas peinlich.
Mit einer Erkenntnis verlasse ich überglücklich die Pantip Plazza: Wäre so etwas in der Schweiz möglich gewesen? So speditiv, hilfsbereit, unbürokratisch und erst noch an einem Samstag nachmittag? Nie und nimmer!
Später erreicht mich ein SMS vom guten Pelli: Seine Recherchen im Internet haben ergeben, dass die Acer-Notebooks häufig eine Macke haben und sich die RAM-Bausteine leicht in ihrer Verankerung lösen. können. (Update 11.9.09)

 



Der Laptop bleibt tot!
Schrecksekunden am Nachmittag: Just als ich untenstehenden Text auf den Server spitzen will, lässt sich mein hochgelobtes Acer-Netbook nicht mehr aufstarten! Scheisse, Scheisse und nochmals Scheisse! Nur der Ventilator sümmelt noch, aber die Festplatte bleibt inaktiv. Abmurksen, Stromkabel ziehen, Akku raus, Akku rein, Neustart - nichts! Was soll ich tun? Sämtliche Adressen, Mailadressen habe ich nur auf diesem Netbook mitgenommen. Dazu den Lebenslauf für die Trauerfeier meiner Mutter, den ich unbedingt in den nächsten Tagen der Pfarrerin hätte mailen sollen! Auf das Backup zuhause hat niemand Zugriff. Wie kann man nur so leichtsinnig sein! Den ganzen Tag zermartere ich mir das Gehirn, was ich wohl zur Schadensbegrenzung beitragen könnte. Erwäge sogar, morgen Hals über Kopf einen neuen Laptop zu kaufen. Ich fühle mich absolut beschissen!
In der Not sende ich Guido Pelli einen Hilferuf per SMS. Er schlägt vor, Das Gehäuse zu öffnen und kurz die interne Batterie abzuhängen. Ohne Kreuzschraubenzieher, dafür mit dem Sackmesser, kann ich zwar an der Unterseite ein kleines Deckelchen, aber weit und breit keine Batterie. Die Schräubchen der ganzen Unterseitenschale sind vertieft. Da komme ich mit dem Sackhegu nicht ran. Danach rät Pelli, halt auf gut Glück in diesem Bangkok einen PC-Grübler zu suchen. Glaubt wohl selbst nicht an einen Erfolg - wie ich... (Update 11.10.09)

 


 

Ausgerechnet in Bangkok! Zingg und Blatter treffen sich!

Was vorher über Jahre nicht realisierbar ist - nämlich dass der junge Zingg mit dem alten Blatter mal ungezwungen ein Bier kredenzt oder ein Freitags-Fondue zelebriert - erfüllt sich auf wundersame Weise in Bangkok: Während der Zingg aus Bhutan von einer Repo zurück nach Bangkok reist, entflieht der Blatter just in diesem Moment der Realität at home. Und die beiden treffen sich, essen zusammen im "Suda", einem Hinterhofrestaurant, Znacht: Gebratenes, in Bananenblätter eingewickeltes Hühnerfleisch, scharfen Wasserspinat und Reis. Und plaudern über Gott und die Welt, respektive über Bund und BZ respektive Zeitungen und Internet. Beim Heimgang bietet der Mond über dem Wolkenkratzer Grand Millenium ein wunderschönes Naturschauspiel. Der Zingg wird morgen in der Frühe nach Singapur weiterreisen. Und der Blatter wird versuchen, sich von den Strapazen der Flüge und des Abends zu erholen. Update 11.10.09)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Stolperdrähte
Nach dem Tode meiner Mutter am 17.09.09 verliere ich kurzzeitig und in regelmässigen Abständen den Boden unter den Füssen. Ich funktionierte zwar - angesichts der plötzlichen Verpflichtungen nach einem Todessfall, aber mehr liegt nicht drin. Zu gross ist der Groll gegen die weissen Götter der Klinik Linse. Und dass die Trauerfeier aus organisatorischen Gründen erst Ende Oktober stattfinden kann, macht die Sache emotional auch nicht einfacher. Dass ihr Zimmer im Altersheim, das wir liebevoll eingerichtet haben und das sie nach mehrwöchigem Spitalaufenthalt nur 10 Tage bewohnen durfte, subito wieder geräumt werden muss und die Entrümpelung ihrer alten Wohnung noch ansteht, ist ebenfalls nicht erbauend.
Trotzdem entschliesse ich mich kurzfristig, die geplanten Ferien - in Kurzform halt - durchzuziehen und nach Thailand zu fliegen. Es muss ein anderer Wind durch meine Gehirnwindungen blasen! (Update 11.10.09)

 


 

Hundegeschichtchen: Frau hetzt 14 Hunde auf einen Fotografen!
Haarsträubende Jagdszene auf der Allmend Brunau in Zürich: Ein 68jähriger ehemaliger Pressefotograf, der sich im Ruhestand Architektur- und Naturfotografie widmet, ist mit seiner Kamera unterwegs. Ebenfalls unterwegs ist eine Hundehalterin mit einem 14köpfigen Hunderudel, bestehend aus verschiedensten Rassen; nur ein Tier führt sie dabei an der Leine. Aus angemessener Entfernung fotografiert der Fotograf nichtsahnend die lebendige Gruppe in der Natur. Gerade als er sich abdreht und sich gemächlichen Schrittes seinem Auto zuwenden will, hört er den scharfen Befehl der Hundehalterin an ihre Tiere: "Hebed dä Maa!" Da prescht die Meute schon kläffend los, und der Fotograf kann sich nur mit Mühe über die letzten 100 Meter in sein Auto retten und verdattert davonfahren. Leider verzichtet der attackierte Mann auf eine Anzeige, weil er Scherereien grundsätzlich nicht mag. Der von sich sagt, bis anhin Hunden durchaus ohne Vorurteile begegnet zu sein. Vielleicht wird er seine Erfahrungen ein paarmal überschlafen - und dann doch noch handeln! Vermutlich ist die Hundehalterin eine Hundesetterin, die für Geld Herrchen und Frauchen überdrüssige Hundchen zeitweilig "betreut", aber offensichtlich für diesen Job völlig ungeeignet und ohne Ausbildung dafür ist. Ihr gehört das Handwerk gelegt. Aber auch jenen HundehalterInnen, welche solch unqualifiziertes Personal an ihre Viecher heran lassen.
Die Originalfassung des Hundegeschichtchens mit Bild kannst Du herunterladen beim Tagi. (Update 13.8.09)

 


 

Ichnogramm - Fortsetzung
Dass ich nicht das einzige Trampeltier gewesen bin, das letzte Woche in den noch flüssigen Beton an der Papiermühlestrasse getreten ist und damit seine Fussspur hinterlassen hat, erfahre ich erst heute; Stefan Eggli raunt es mir diskret zu. Ich will das zuerst nicht glauben, weshalb ich es, das andere Trampeltier, heute Abend beim Apero mit YB, SCB und dem Berner Gemeinderat direkt anspreche: "Ja klar bin i da o dry tschauppet!" gesteht mir zögernd - Paolo Collaviti, der YB-Ersatztorhüter! (Update 11.08.09)

 

 

 

 

 

 

 


 

Ichnogramm an der Papiermühlestrasse
Das YB-Camp soll ich fotografieren: 400 Schulkinder, die mit YB-Spielern ins Wankdorf einmarschieren. Nur: die Schreiber bieten mich anderthalb Stunden zu spät auf! Die Meute ist längst auf der Allmend am Trainieren, wenn überhaupt noch. Im strömenden Regen klettere ich über eine Bauabschrankung und will eilends die Papiermühlestrasse überqueren. Gerade als ich den einen Fuss zwischen die Tramschiene auf den grauen Belag setzen will, durchzuckt es mich: Halt! Da war doch letzte Woche noch ein 30cm tiefer Graben? Zu spät. Die bereits eingeleitete Gewichtsverlagerung vom einen auf den andern Fuss lässt sich nicht mehr korrigieren, und mein Fuss verschwindet knöcheltief im flüssigen Beton! Um den Schuh nicht zu verlieren oder gar hinzufallen, muss ich auch den zweiten Fuss in die weiche Masse stellen. Der graue Brei dringt aufdringlich schnell durch die gelochten, neuen Schuhe und quillt zwischen den Zehen hoch. Nur mit Mühe kann ich mich befreien. Dann sehe ich die Baumaschine 20 Meter neben mir Zentimeter um Zentimeter den Graben entlang der Strasse auffüllen. Und ein Dutzend orange bekleidete, händeringende Bauarbeiter! Von diesem Moment an weiss ich was Arschloch auf Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Serbisch und Weissichwas heisst! Hätten mich die Schreiber nicht zu spät aufgeboten, wäre das alles nicht passiert. Diese Deppen.
In der Rückschau werde ich dann aber gar ein wenig stolz: Wohl bis zur nächsten Renovation der Papiermühlestrasse in zig Jahren werden meine Fussabdrücke zwischen den Tramschienen eingeprägt bleiben... (Update 3.8.09)

 


 

Und noch ein Hundegeschichtchen: Rottweiler beisst kleinen Knaben in den Kopf
In Schaffhausen beisst ein Rottweiler einen kleinen Knaben in den Kopf und verletzt ihn dabei erheblich: Der Vater des Knaben will in öffentlichem Gelände mit seinen drei Kindern grillieren, als der Hund plötzlich attackiert. Das Tier ist laut Zeugenaussagen wohl durch die Angstrufe einer der Schwestern blutrünstig geworden.
Die Bestie wird zu diesem Zeitpunkt nicht an der Leine geführt und von der Mutter des inhaftierten Besitzers "betreut" - notabene mit dem Segen der Polizeiorgane... Das Tier ist schon früher durch aggressives Verhalten aufgefallen.
Wieviel Leid muss denn geschehen, bis die Oeffentlichkeit endlich aufwacht! Der selbstherrlichen Hundelobby nicht mehr glaubt ("Das het er no nie gmacht, er isch e Brave.") und ihrem nonchalanten Tun den Riegel schiebt. Die Politiker von Links bis Rechts gewaltig in den Arsch tritt, die vor Jahren ein absolut unzulängliches Gesetzt abgesegnet haben, das dem Menschen das Tier gleichsetzt!
Der Leinenzwang gehört endlich gesamtschweizerisch eingeführt! Jeder Hund trägt in seiner Schnauze eine Waffe, die irgendwann mal unkontrolliert losgehen kann! Ein Gesetz zur Leinentragpflicht würde endlich, endlich die HundebesitzerInnen zur Rechenschaft ziehen!

Oder braucht es wirklich Bürgerwehren, die Kinder vor Hunden zu schützen? (Update 31.7.09)

 



Hundgeschichtchen: Hunde reissen landesweit pro Jahr rund 2800 Schafe und 250 Geissen
Die schockierenden Zahlen hat der Verein Wildtier Schweiz in einem Bericht festgehalten. Sie basieren auf einer Studie der Tessiner Wissenschaftlerin Chiara Solari.
Allein im Tessin töten Hunde jedes Jahr rund 200 Schafe und 80 Geissen. Dagegen ist selbst der böse Wolf brav wie ein Lamm: Er bringt es durchschnittlich auf gerade mal 70 gerissene Schafe, schweizweit.
Damit steht fest: Bello ist Schafkiller Nummer eins! Dennoch werden diese Zahlen in der Statistik des Bundes nicht erfasst. Schuld daran ist das Gesetz: Der Bund zahlt einem Bauern nur dann Geld für ein totes Schaf, wenn es von einem Wolf oder einem Luchs gerissen wurde. Diese Fälle werden dann auch statistisch erfasst. War ein Hund der Übeltäter, muss die Haftpflichtversicherung des Halters den Schaden übernehmen.
Es muss sich endlich etwas ändern, finden Experten. Für Patrick Durand, Direktor des welschen Umweltinstituts Ecotec Environnement, ist klar, wer schuld ist am mörderischen Treiben der Hunde: die Stadtbewohner. «Viele Städter führen ihre Hunde auf dem Land Gassi. Sie begreifen nicht, dass sie ihren Hund nicht einfach frei herumrennen lassen dürfen», klagt er. Aber selbst im bravsten Dackel schlummere noch das Raubtier.
In der Westschweiz setzen die Wildhüter primär auf Aufklärung. Uneinsichtige Hundehalter kommen mit einer Verwarnung davon. In der Deutschschweiz dürfen Jagdhüter einen wildernden Hund jedoch sofort abschiessen. So geschehen vor einigen Tagen im Walliser Binntal: Ein Jagdhüter erschoss dort drei Hunde, die eine Gruppe Schafe attackiert hatten. Laut Patrick Durand ein radikales, aber wirkungsvolles Vorgehen: «Abgeschossene Hunde werden nicht rückfällig und ihre Halter werden den neuen Hund in Zukunft bestimmt an der Leine führen.» Jocelyn Rochat/«LE MATIN DIMANCHE» (Update 16.7.09)

 



Tour de Suisse

Als ich heute den Sportteil der Bangkok Post (sie wird mir jeden Morgen unter der Zimmertüre durchgeschoben) aufschlage, staune ich nicht schlecht: auf der dritten Sportseite ist neben Formel 1, Cricket, Golf, deutschem Fussball und Boxen ein Zweispalter mit Bild und Klassement der Tour de Suisse gewidmet! Einerseits freut es mich, etwas aus der Schweiz zu erfahren - und erst noch aus meinem beruflichen Umfeld. Anderseits weiss ich natürlich, dass mein Teilzeit-Thailand-Reisepartner Housi Hauert extra wegen der TdS vor einer Woche zurückgeflogen ist, um nun für das Schweizer TiWi eine Kamera zu führen. Heute erhalte ich ein unflätiges SMS von ihm, das ich ebenso unflätig beantworte.
Um an Infos aus der Schweiz heranzukommen habe ich ein paarmal die hausgemachte Website und jene des "Schlick" aufgerufen, doch die Lust zum Lesen ist mir schnell vergangen! Bis sich die Sites auf dem Monitor aufgebaut haben, überfliege ich die Bangkok Post zweimal! Das kann's nicht sein. Zu meinen Koh-Samui-Zeiten vor, naja 2 Wochen, erzählte mir ein ausgewanderter Oesterreicher (ehemaliger Eishockey-Nati-Torhüter) triumphierend, dass Chrigu Schwegler von YB zu Salzburg wechseln wird. Auf der heimischen Site konnte ich während Tagen keinen brauchbaren Fingerzeig finden. Auch das kann's nicht sein... Da lobe ich mir die Bangkok Post - das ist noch eine richtige Zeitung! Ganz gross und aus Papier. Und kann gemütlich auf der Toilette gelesen werden! (Update 19.6.09)

 


 

Wat Pho
Allen Lästermäulern zum Trotz, die behaupten, Tempel interessieren mich an Thailand überhaupt nicht, sei's deutlich gesagt: Heute suche ich zum zweitenmal in diesen Ferien die Tempelanlage Wat Pho auf, um den ruhenden Buddha zu fotografieren (beim ersten Besuch hatte ich nur die kleine Lumix-Büchse dabei). Die Statue hat es mir nicht wegen ihrer Grösse (45m lang), sondern wegen ihrer Füsse angetan: In den Fusssohlen sind mit Perlmutt wunderschöne Bilder eingelegt, welche die Tugenden des Buddhisten symbolisieren; die Zehenkuppen sind mit allerniedlichsten Hautrillen verziert.
Ein mulmiges Gefühl beschleicht mich, als ich heute morgen die Bangkok Post aufschlage: Sie zeigt auf der Frontseite ein Bild von Kindergärtelern mit Schutzmasken. Mehrere Schulen sind hier geschlossen worden, um allfälliger Verbreitung der Schweinegrippe vorzubeugen... (Update 18.6.09)

 


 

Eingeschlafen
Weil es in Chiang Mai entsetzlich zu schiffen begonnen hat, leite ich meine Rückreise in Raten schon heute ein: Rückflug nach Suvarnabumi Airport für 45 Stutz. Nach dem Bagage Claim der übliche Kampf gegen eine Armada von Taxifahrern, die mich für "good price" ins Zentrum von Bangkok fahren wollen. Wähle den sicheren Weg über den Schalter der Taxameter Taxis, der mir einen Driver zuteilt. Insofern eine sichere Sache, weil diese Fahrer ihre Lizenz verlieren würden, wenn sie krumme Dinge tun würden; auch die Kosten sind transparent: Preis nach Taxameter (zirka 290 Bath), Trinkgeld 50 Bath, Taxe für Benützung des Highway (kann vom Kunden abgelehnt werden) 70 Bath.
Eigentlich hätte ich die Nachtigall schon singen hören können, als mich der Driver zum drittenmal fragt, wie hoch die "population in switzerland" sei. Er gähnt dabei andauernd. Dass unser Wagen hie und da in der Fahrspur hinundher schlingert, schreibe ich naiverweise kaputen Stossdämpfern oder der ausgeschlagenen Lenkung zu. Als der Driver vor einer Zahlstelle auf dem Highway nicht aufrückt, realisiere ich: Der Herr ist eingeschlafen! Ich rüttle ihn an der Schulter. "Solly boss, me sleep, vely tiled!" Das wiederholt sich in der Folge vor jeder Ampel und bei jedem Stopp während Bankoks Rush Hour. Der Schlaf lässt den Kopf des Fahrers bei jedem Halt hin und her baumeln. Hupkonzerte hinter uns. Ich schlage dem Täxeler vor, dass wir Rollen tauschen: Ich fahre und er schläft hinten. Aber das will er partout nicht, weil er sonst sein Asiatengesicht verlieren würde: "Me drive you to hotel!" Zwischen den Schlafintervallen erzählt er mir, dass er eine Familie habe, drei Söhne, die alle studieren. Seine Frau ruft an und fordert Geld für den Grossvater, der auf dem Trockenen sitzt. Der Driver sieht seine Familie nur einen Tag die Woche. Ansonsten lebt er 24 Stunden in seinem Taxi! Fährt und schläft darin. Auf dem Armaturenbrett liegt eine Krawatte, im Handschuhfach sehe ich ein Zahnbürstchen hervorlugen, zwischen meinen Füssen liegt eine halbvolle Wasserflasche. Ich bin ihm keinen Moment böse. (Update 17.6.09)

 


 

Thailändisch
Rolf, einem Kollegen auf Koh Samui, habe ich einen Thailändisch-Sprachkurs auf DVD ausgerissen. Jedes Wort, jeder Satz kann angeklickt werden, und sofort plärt ein Stimmchen das zu Lernende aus dem Laptop. Nun versuche ich diese Vokabeln, die gar nichts anderem ähneln, in mich hineinzutrichtern: blaa heisst Fisch, schangtairup heisst Fotograf, nangsüpim heisst Zeitung, daa heisst Brille, müü thüü heisst Handy und luug fudboon heisst Fussball-Ball usw.
In Chiang Mai scheint mir das Leben thailändischer und gemütlicher als im Süden. Vor allem fehlen hier all diese widerlichen blauäugigen, kahlgeschorenen, volltätowierten Euroaffen! Auch Russkys sind hier glücklicherweise kaum auszumachen, dafür treten vermehrt Japaner auf - leider wie überall in Horden! Auch einige Araber. Aber überwiegend sind die Touris im Norden völlig anders "gefärbt" als im Süden: Backpackers, jüngere und ältere Paare, Individualisten, gemütliche Leute eben. (Update 16.6.09)

 


 

Nachdenken
Eigentlich hätte der Trip nach Chiang Mai zum Trip des Nachdenkens über so vieles werden sollen: über Sinn und Unsinn in meinem Leben, Zukünftiges, ob ich mir nicht doch endlich wieder mal einen Tritt in den Arsch geben soll. Und so weiter. Aber irgendwie ist mein Gehirn träge geworden, respektive seine Gedanken drehen im Kreis wie eine Gebetsmühle. Da hilft auch der Besuch eines Kraftortes, des Klosters Wat Doi Sutheb, das im Jahre 1383 errichtet worden sein soll und auf 1080m Chiang Mai überragt, nicht viel. Diese Tempelanlage ist mir bei meinem ersten Besuch Thailands 1997 gewaltig eingefahren, weshalb ich diese Stätte unbedingt wieder mal heimsuchen will. Der einzige Gedanke aber, der sich ob all dem Nachdenken mehr und mehr schmerzhaft einbrennt: Meine einmonatige Auszeit in Thailand ist, wohl zuwenig genutzt, bald abgelaufen - am 21. Juni geht's schon wieder heimwärts! (Update 14.6.09)

 


 

Wang lässt was anbrennen
Im Coconut Beach Resort hat man den Personalbestand während der Low Season auf das Minimum heruntergefahren. Deshalb muss Wang, die Receptionistin, auch Frühstück zubereiten: Kaffee oder Tee aufgiessen, Omeletten, Schinken und Würstchen braten, Toastbrot rösten. Kochen ist aber nicht ihre Stärke, und die Frau gibt zu, dass sie das zum erstenmal macht. Zwei Bratpfannen gleichzeitig zu überwachen, das überfordert Wang entschieden - entweder kremiert sie Omelette oder Würstchen mit Schinken oder gar beides. Verbranntes wandert in den Kübel, neues Essen wird aufgesetzt. Die Omelette gelingt oft erst im dritten Anlauf. Zwischendurch droht gar der Herd in Flammen aufzugehen. Wang führt während des Kochens wilde Selbstgespräche, verwirft die Hände, schwitzt vor lauter Stress, stellt sich dann mit ausgebreiteten Armen hilflos vor den offenen Kühlschrank. Aber sie lacht trotz ihrer misslichen Sitation immer. Ueberhaupt ist ihre Fröhlichkeit, ihr lautes, glucksendes Lachen ansteckend. So stört es mich nicht, dass Housi schon gefrühstückt hat, wenn ich endlich meinen Teller vorgesetzt bekomme... Housi hat sich gestern zur Reception geschlichen, heimlich Wangs Lismete ergriffen und ihr während der Ausübung ihrer Kochkünste einen Umgang gelismet! (Update 9.6.09)

 


 

Stärnlifade
Manchmal wünsche ich mir eine andere Reisebegleitung: Hat doch Housi, dieses Kamuff, nichts Gescheiteres gewusst, als zu nächtlicher oder frühmorgenlicher Stunde meine schwarzen Sandalen, die ich vor der Zimmertüre deponiert hatte, mit schwarzem Stärnlifade zusammenzubüetzen - und dies kaum sichtbar! Morgens um 9 Uhr zur vereinbarten Frühstückszeit klopft er wie gewohnt an meine Türe, versteckt sich aber hinter einem Mauervorsprung, um mich zu beobachten, wie ich mich lauthals mit dem Trennen meiner Schuhe schwer tue. So was nennt sich Kollege... (Update 6.5.09)

 


 

Trauriges SMS von ubl
Zu nächtlicher Stunde erreicht mich ein SMS von meinem BZ-Fotografenkumpel Uersu Buume: "U. isch vo re Brügg gumpet! Hüt isch Beärdigung gsy. Scheisse!" Ich bin Uersu dankbar, über diese traurige Info, die er mir in meine Ferien nach Koh Samui sendet. Obwohl ich keine ganz enge Beziehung zu unserem Berufskollegen U. gehabt habe, macht mich dessen Entschluss, diesem Leben abzusagen, unendlich traurig! Ein weiterer Pressefotograf, der sich plötzlich verabschiedet. Wie zuvor sein Blatt, für das er gearbeitet hat.
U. vergib mir, wenn ich dich dann und wann angepflaumt habe, wenn du mir ins Bild getreten bist. Du hast dabei deinen Job zu machen versucht, genau wie ich. Das war das Recht von uns beiden. Ich hoffe, dass es dir in dieser neuen Welt, in die du nun eingetreten bist, gut geht. (Update 4.6.09)

 


 

Same same
Eine eigenwillige Wortschöpfung in Tinglish, dem von Thai gesprochenen Englisch. Same same heisst vieles, etwa: gleich wie immer, genaugleich, sehr gleich, ähnlich usw. Die thailändische Sprache kennt nur etwa 1200 Worte; erst in der Betonung respektive in der Kombination untereinander entstehen Nüancen (Bohrmaschine heisst wörtlich übersetzt: Maschine-Loch)! Mit der doppelten Nennung eines Wortes erhält dieses besonderes Gewicht.
Same same! Allen Lästermäulern zum Trotz, die mich ein Gewohnheitstierchen nennen, muss ich hier ganz entschieden entgegenhalten:
Ja, ich bin zwar wieder in Koh Samui wie so oft gestrandet, aber das war so früh primär wetterbedingt und sowieso irgendwann mal geplant! Auch bin ich gleich nach meiner Ankunft vorerst in meinem geliebten Lamai Wanta Resort abgestiegen, aber nur für zwei Nächte. Zugegeben: ich habe wieder versucht, Room 81 zu buchen, aber der war besetzt, so dass ich in Room 82 einzog. Nach sanfter Renovation heisst er nun 802. Stinkt aber schon grausam nach gepafften Zigaretten. Housi hat mich nach harten Verhandlungen über den Tisch gezogen und genötigt, auszuchecken und bei ihm im nahen Coconut Beach Resort einzuziehen, einem kleinen modernen Hotel mit extrem grossen und sauberen Zimmern. Ich muss es ihm jeden Tag mehrmals mit festem Handschlag und demütigem Augenaufschlag danken zwecks Hebung seines Selbstwertgefühls...
Ja, ich liebe zwar mein Freitagabend-Fondue Sommer und Winter. Aber in Thailand habe ich noch keines gegessen! Zwei Freitage nun habe ich standhaft auf meine Leibspeise verzichtet. Und ich werde hart bleiben - trotz verlockender Versuchungen!
Same same also nicht bei mir. Verstanden? (Update 3.6.09)

 


 

Leergefegt
Wohl zum zwölftenmal oder noch öfter weile ich nun auf Koh Samui, stets zu Zeiten einer Low Season im Mai/Juni oder September/Oktober, aber so low wie diesjahr war die Season noch nie! Die Strände sind fast wie leergefegt, und spätabends gleicht die Hauptstrasse von Lamai Beach einer Geisterstadt! "Min" Kannika Phonyiam bringt es auf den Punkt: "Money gaputt everywhere! Thailand goes down quickly!" Wirtschaftskrise und Schweinegrippe halten die Farangs fern von diesem Land, das extrem vom Tourismus abhängig ist. Eigentlich hatten Housi und ich noch vorgehabt, ein weniger touristisches Inselchen anzusteuern, doch das erübrigt sich: So können wir uns hier bestens erholen. (Update 2.6.09)

 


 

Kobe bei Ee und Nestu
Wie bei jedem Besuch auf der Insel laden uns Ee und Nestor Stucki zu Kobe-Filets und Nudeln ein. Die beiden haben vor rund 9 Monaten geheiratet und leben nun schon seit 7 Jahren zusammen in Lamai. Nestu, der allergrösste YB-Fan östlich des Urals, erhält von Housi eine DVD vom Cupfinal YB-Sion, die seine Arbeitskollegen vom SF gebrannt haben, und von mir einen YB-Wimpel mit allen Unterschriften der Spieler. Nestu umarmt uns mit Tränen in den Augen. Natürlich hatte er für uns die YB-Flagge vor seinem Haus gehisst, die nun zwischen den Palmen flattert. Und Ee hatte zur Feier des Tages den Tisch in Gelbschwarz gedeckt, mit einem von ihr gehäckelten Tischtuch mit YB-Signet. (Update 31.5.09)

 


 

Roomservice
Heute morgen will mich Housi verarschen: Er quetscht sich in die eine Ecke der Veranda, klopft an die Türe und haucht mit Fistelstimme: "Luumsölviss!" Nur: das Kamel irrt sich in der Türe - der Mann, den er aus dem Tiefschlaf holt und der seinen verkaterten Kopf nach mehrmaligem Fisteln durch den Türspalt schiebt, findet das gar nicht lustig... (Update 30.5.09)

 


 

Koh Chang - Bangkok - Koh Samui
Tatsächlich, die Fähre kann erst eine Stunde später in Koh Chang auslaufen. Und braucht fast die doppelte Zeit, um sich durch die hohen Wellen zum Festland zu kämpfen. Wohl fast alle Touris und sicher alle Thai-Ausflügler verlassen an diesem Morgen die Elefanteninsel. Der Wind treibt den Regen zeitweise waagrecht unter dem Verdeck der Fähre durch. Da bleibt kein Shirt trocken! Mich stresst der Exodus aus Koh Chang erstaunlicherweise nur bedingt: es sind alles Menschen, die ich mögen könnte - junge Leute mit Rucksäcken, teils mit Gitarren im Etui, Midlifer-Paare mit angegrauten Haaren, die rührend aufeinander achtgeben. Kaum armtätowierte, kahlgeschorene, blauäugige, rülpsende, laute Scheissfalangs aus Europa, Russland und den USA...
5stündiger Minibus-Marathon nach Bangkok. Hotelbezug, Flugbuchung. Zum Znacht eine kleine Kapitulation meiner Grundsätze: Pfeffersteak mit Pommes, angereichert mit einem ultrascharfen Seafood-Salat zum Znacht an der Soi Dingsbums.
Anderntags viel früher als geplant ab nach Koh Samui! Dort soll das Wetter zurzeit stabiler sein.
Abends in Tom's Bakery in Lamai Treffen mit Housi Hauert - auch das ist irgendwie wie Heimkommen! Nur: Tom, seine Frau Oo und Tochter Nina sind in die Schweiz gezogen. Zwecks Einschulung von Nina. Tom's Bakery ist nun nicht mehr richtig Tom's Bakery... (Update 29.5.09)

 



Schäferhund beisst Bub - Hündeler haut ab!
USTER – Der Schäferhund beisst den 13-jährigen in die Brust, reisst eine offene Wunde in den Oberkörper des Buben. Und der Halter des Hundes? Der flieht.
Der 13-jährige Bub ist am Freitag Mittag um 13.30 Uhr mit seinen Rollerblades auf dem Trottoir der Brunnenstrasse in Uster unterwegs. Etwa beim Restaurant Brunnentor will er einen Mann mit einem Hund überholen. Der Hund ist an der Leine.
Plötzlich springt der Hund hoch und beisst den Knaben in die Brustgegend; daraufhin fällt der Bub zu Boden. Nach einem kurzen Wortwechsel entfernt sich der Hundehalter samt Hund. Durch den Hundebiss erleidet der Knabe eine offene Wunde am Oberkörper; im Spital muss er sich ambulant behandeln lassen.
Wer ist der feige Hündeler? Es handelt es sich um einen zirka 60-jährigen Mann mit dunklem Stoffhut und blauer Jacke. Er spricht Schweizerdialekt. Beim Hund dürfte es sich um einen Schäferhund, evtl. Schäferhund-Mischling, handeln.
Wer Angaben zum Vorfall oder zum Hundehalter machen kann, wird gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen. (Update 28.5.09)

 


 

Nichts wie wieder weg!
Koh Chang - die Elefanteninsel - hat sich diesmal von ihrer garstigsten Seite gezeigt: Zwar war gestern zwischen zwei Regenschauern eine zweistündige Motorbike-Tour an einen fast verlassenen Strand noch möglich, doch seit gestern abend regnet's ununterbrochen. Nicht ein Stromausfall auf der ganzen Insel während 8 Stunden, sondern der wenig verheissungsvolle Wetterbericht hat mich bewogen, für morgen frühzeitig die Rückfahrt zu buchen. Im Moment tobt aber ein Sturm, der meterhohe Brecher gegen den Strand vor meinem Bungalow treibt. So wird die Fähre kaum auslaufen können! An ein Nachtessen auswärts ist deshalb nicht zu denken. Gut, dass es noch ein Säckchen Chips, vier Minipic und drei Dosen Singha-Bier aus dem Reisegepäck zu futtern gibt. Das Aergerlichste ist aber: es hat mir die ganze halbtrockene Wäsche auf der Veranda völlig verschiffet hat! Scheisseee!!! (Update 27.5.09)

 


 

Ready for Landing in Bangkok
Nun bin ich wieder im Land des Lächelns, der Mandelaugen, im Land des hervorragendsten Essens, der seltsam anregenden Gerüche auf den Märkten, der fremden Gebräuche, aber auch der scheppernden Klimaanlagen in den Hotelzimmern, der schlitzohrigen Taxidrivers, des Moloch Tourismus, der langsam jeden paradiesischen Flecken auffrisst. Item: Für mich ist's jedenfalls ein bisschen wie Heimkommen. (Update 23.5.09)

 

 

 

 

 

 


 

Flugtortur
Der Flug von Zürich nach Doha (fünfeinhalb Stunden) verläuft ganz passabel - die Maschine ist knapp zur Hälfte gefüllt, was mir ermöglicht, mich einigermassen knitterfrei auf einer Sitzreihe zu drapieren. Nur zwei kleine Schweizer Bengel terrorisieren gelegentlich mit ihrem Rumgebalge, während ihr Vater seelenruhig schläft.
Die sechseinhalb Stunden von Doha nach Bangkok erlebe ich dann weniger friedlich - nein, enervierend: Links hinter mir sitzen zwei junge Australierinnen, eine pferdegebissige und eine rostige. Die beiden Ladies schaffen es, während 5 Stunden - FUENF STUNDEN! - ununterbrochen zu schnattern! An ein Auge voll Schlaf ist nicht zu denken. Zumal hinter mir ein kleiner Schweizer Bengel dauernd gegen meine Rückenlehne tritt, vom Vater kaum zurechtgewiesen. Weshalb sind so viele Schweizer Eltern unfähig, ihr Gezücht zu erziehen? (Update 23.5.09)

 


 

Der Blatter hat bald Flugtag!
Wieder mal melde ich mich zu Wort, um Euch genüsslich meine Vorfreude unter der Nase durchwehen zu lassen. Nach dem Eishockey-WM-Stress und anderen Widerwärtigkeiten mag ich mir diese längere Auszeit von Herzen gönnen! Ihr mir auch? (Update 19.5.09)

 


 

Viktor Wälty ist gestorben!
Nicht unerwartet erfuhr ich gestern gegen abend, an Ostern, vom Tod von Vik. Trotzdem war die Bestürzung gross. Vor nunmehr gut vier Wochen - ich fotografierte gerade an der YB-Gala - rief mich Viks Ehefrau Christine mit bewegter Stimme an und teilte in aller Kürze mit, dass Vik soeben vom Krankenwagen abgeholt werde und den Fotojob für die BZ übermorgen nicht werde erfüllen können, er habe furchtbare Schmerzen und erbreche Blut. In den folgenden Tagen und Wochen wurde Vik viermal an seinem Magen operiert und in ein künstliches Koma versenkt. Leider konnte er sich von diesen Strapazen nicht mehr erholen.
Guido Pelli und ich versuchten während der letzten Wochen regelmässig den Kontakt zu Christine aufrecht zu erhalten um Kunde von Viks Befinden zu erhalten. Aber es sah nie mehr gut aus: zwar wurde Vik zweimal aus seinem tiefen Schlaf heraufgeholt, aber die Aerzte mussten ihn sofort wieder schlafen lassen, um seinen geschundenen Organismus zu schonen.
Vik versorgte während 27 Jahren als freier Fotograf die Berner Zeitung mit Sportbildern aus dem Raume Langenthal und leistete für die Redaktionen Oberaargau/Emmental Stellvertretungen als Wochenenddienstler. Wir verlieren in ihm ein wahres Original - einen guten Kumpel.
Mich macht sein Hinschied sehr, sehr traurig! Während über zwanzig Jahren telefonierten wir wöchentlich miteinander: ich buchstabierte ihm Jobs durch und - wir lachten dabei oft viel. Wir hatten eben eine gemeinsame Vergangenheit in mehreren Bereichen. Vik war einige Male mein Töff-Fahrer an Velorennen: an einer Nordwestschweizer Rundfahrt stürzten wir beide mit seiner exquisiten Goldwing "stillständlige" beim Anblick eines schnaubenden Stiers auf der Weide - direkt in einen saftigen Stock Löwenzahn! Häliblueme seien das, belehrte mich Vik damals. Deshalb redeten wir uns von diesem Erlebnis an stets mit "Tschou Häliblueme!" an. An einer Tour-de-Suisse mit einer Etappe im Bernbiet mussten wir offenbar zu einem riskanten Ueberholmanöver der Spitzengruppe angesetzt haben: Tourdirektor Vögeli pfiff uns lauthals zurück und zeigte uns deshalb sein gefürchtetes rotes "Cheueli" (was für uns den sofortigen Tour-Ausschluss bedeutete), verlor dabei aber wegen dem heftigen Fahrtwind seine Mütze, die schräg vor uns auf der Strasse landete. Geistesgegenwärtig riss Vik den Töff herum und touchierte Vögelis Mütze mit dem Vorderrad. "Wott däm Löu no grad über d Chappe fahre!" war sein trockener Kommentar!
Vige, ich werde dich sehr vermissen! Hoffentlich darfst du dort wo du nun hinkommst so bleiben wie du bist! Machs guet, Häliblueme!
Die Trauefeier findet statt: Dienstag, 21. April 2009, 14.00 Uhr in Thunstetten. (Update 13.4.09)

 


 

Hütet Euch vor Hunden am Strand!
Eine 24jährige Frau ist in Sizilien von einem Rudel streunender, aus der Kontrolle der Menschen geratener Hunde beinahe totgebissen worden und überlebte nur Dank raschem Einschreiten von Beamten, die sich gerade zufällig an diesem Strandabschnitt befanden um einen vorgängigen Fall einer Hundeattacke gegen einen 9jährigen Knaben zu untersuchen. (Update 20.3.09)

 



Das SCB-Abo ist waschecht!
Soeben hat meine Fotografen-Saisonkarte des SC Bern einen weiteren 40-Grad-Waschgang für Buntwäsche hinter sich! Nachlässigerweise habe ich dieses Ding auch gestern abend nach dem Nervenkitzel-Spiel gegen Zug im Täschli meines Hemdes stecken lassen und das Zeugs zusammengewurgget in die Waschmaschine gesteckt. Darin hat das Abi dann während über einer Stunde Runden gedreht - und mich nach Oeffnen des Bullauges zwischen Trommel und Fassung heraus keck angelacht. Gut, vielleicht mogelt meine Waschmaschine und erhitzt Buntwäsche gar nicht auf 40 Grad. Was solls! Ich bin froh, dass mein SCB-Kärtchen nun trotz aller Torturen für die restlichen Spiele durchhalten wird. Es wird wohl eher den SCB überleben! (Update 4.3.09)

 



Der Blatter am Schlittenhunderennen!
Staub aufgewirbelt und Verwirrung ausgelöst hat mein selbstauferlegter fotografischer Einsatz an der Schlittenhunde-Meisterschaft in Kandersteg: Findet doch der Blatter Hunde grundsätzlich ekelerregend und reagiert auf Hundehaare allergisch! Schlittenhunde sind aber nicht einfach Hunde. Die haben eine Aufgabe, sind angeleint und - hören auf die Stimme ihres Chefs, dem Musher! Da ich vor x Jahrzehnten als freier Journi und Fotograf Spezialist galt für Schlittenhunderennen, hat mich letzten Sonntag wieder mal der Hafer gestochen, wollte dabeisein: an der Piste, im Lager, wollte das Hecheln und Heulen der Tiere, aber auch die Zurufe der Muschers hören. Als Kenner der Schlittenhundeszene weiss ich, wie ich mich als Fotograf an der Piste zu verhalten habe: ja nicht auffallen, nie kauern oder liegen! Dass ich von Münsingen bis Kandersteg fast zwei Stunden im Stau sass, dafür können die Mushers nichts - und schon gar nicht ihre Huskies. Masslos geärgert hat mich wieder mal die Nonchalance ganz vieler HundehalterInnen, die mit ihren degenerierten Hündchen einfach ins Lager eingedrungen sind und mit ihrer grenzenlosen Dummheit das soziale Gefüge unter den verschiedenen Hundegespannen, die sich unter ihresgleichen einen Verhaltenskodex angeeignet haben, massiv durcheinandergebracht haben. (Update 4.3.09)

 


 

Wieder mal ein Hunde-Geschichtchen
Diesmal von einem niedlichen Pudelchen, das laut einer Pressemitteilung der dpa im norditalienischen Forlì plötzlich wild wurde und seinem Frauchen die Nasenspitze abbiss. Die vom Ehemann herbeigerufenen Sanitäter mussten zunächst die Nasenspitze der Frau aus den beiden Zahnkränzchen des Tierchens befreien, ehe sie später in einer Klinik wieder angenäht werden konnte. Fazit des Geschichtchens? Schosshündchen sind auch Bestien... (Update 17.2.09)

 


 

Spärliche Infos vom Zustand von Herrn Rüegg
Seit seinem Abtransport habe ich eigentlich ohne mein Dazutun nichts von Herrn Rüegg erfahren! Zweimal habe ich nachgefragt. Der Bericht war beidemale zögernd-euphorisch, so dass ich den Verdacht nicht loswerde, dass Rüeggli den Wechsel nicht überlebt hat! Fotos von seinem schwärmerischen Balzritual mit einer neuen Freundin habe ich zwar mehrmals angekündigt erhalten, jedoch immer nur mündlich. Aber ich verstehe, dass es sehr hart wäre, mir endlich reinen Wein einschenken zu müssen - und damit eine Fehleinschätzung einzugestehen... (Update 20.1.09)

 



Herr Rüegg ist nicht mehr da!
Während ich letzten Sonntag beim SCB fotografiert habe, ist Herr Rüegg, mein Weggefährte während 11 Jahren, von Vogelbetreuer und Tierärztin mit meiner zögernden Einwilligung im Käfig eingefangen, nach Volketswil gebracht und dort in einer Voliere mit 14 gesunden und einem behinderten Vogel sogenannt artgerecht untergebracht worden.
Die Trennung von Herrn Rüegg fällt mir schwer. Rüegg und ich hatten uns in diesen langen Jahren aneinander gewöhnt, uns gegenseitig zu respektieren und ergänzen versucht. Kurz: wir haben eine Art Kommunikation entwickelt - verbal, mit Gesten, Lauten und Gedanken. Wenn ich beruhigend zu ihm sprach, war alles möglich. Seine kehligen Laute konnte ich grösstenteils einordnen, weil ich ja schon als kleiner Junge mit Wellensittichen wie Joggi und Vrene (die einmal ausgerissen ist und hinter den Gaskochherd geflüchtet ist, den Vater zu ihrer Bergung demonieren musste) und später mit Housi kommunizieren gelernt hatte. Rüegg war nicht irgendwer. Er war einfach Rüegg! Völlig auf seinen Käfig fixiert. Wenn ich die Hand durchs Türchen in seine Nähe streckte, hüpfte er sofort auf meinen Finger, liess sich aber nie ohne Gewalt aus dem Käfig, in dem er sich orientieren konnte, nehmen. Rüegg hatte twei Partnerinnen überlebt; mit Frau Rüegg 1 kam er um 1997 zu mir. Die beiden vertrugen sich gut. Ich genoss ihre Harmonie. Einmal haute ich sogar mitten aus einem Tennisturnier in Gstaad ab, fuhr heim nach Münsingen, um diese Harmonie gemeinsam mit den beiden förmlich aufzusaugen. Plötzlich begann Frau Rüegg aus der Kloake zu tropfen, frass Unmengen, benutzte jeden nächtlichen Lichtstrahl, um zum Fressnapf zu gelangen - und lag an einem 31. Dezember mit ausgebreiteten Flügeln am Käfigboden. Ich habe sie danach im Garten bestattet - und mit Herrn Rüegg verhalten Silvester gefeiert...
Rüegg erhielt auf Drängen einer Kurzzeitbekannten von mir Frau Rüegg 2 als Partnerin. Nach zirka einem Jahr begannen sich die beiden auf den Sack zu gehen. Zuerst nur leicht, dann immer härter: Rüeggin jagte abendelang den Rüegg von Stängeli zu Stängeli - unentwegt! Flog ihm einfach in den Körper, pickte ihn, verdrängte ihn. Wohl da musste Rüegg seine Behinderung erhalten haben, konnte plötzlich nicht mehr fliegen und wurde schreckhaft und still. Weibchen 2 zog sich dann aber plötzlich ins Nistkästchen zurück und blieb da - Rüegg wartete geduldig auf dem Stängeli vor dem Loch, bis auch mir klar wurde: sie muss wohl tot sein. Auch sie bestattete ich im Gärtchen.
Rüegg blühte von da an auf: plauderte, frass und blieb fidel. Fluguntüchtig zwar, schreckhaft, plumste zwischendurch vom Stängeli und bewegte sich währen Jahren (!) am Käfiggitter fort.
Nun haben "Oeffentlichkeit" und Gesetz entschieden, dass Rüegg so nicht gehalten werden darf - in Einzelhaft. Auf den massiven Druck habe ich nun nachgegeben. Nachgeben müssen. Und zu seiner Deportation eingewilligt.
Wird er sich gegen all die gesunden Vögel durchsetzen können und sich seinen Raum als fluguntüchtiges "Kletteräffchen" erobern können? Ich zweifle. Aber dem Gesetz ist nun Genüge getan. Egal ob sich Rüegg nun wohlfühlt, unter all diesen flatternden, gesunden Vögeln, und sich auch durchsetzen kann! Ich, mag über diesen Juristen-, Oeffentlichkeits- und Tierärzteschwachsinn nicht zu lange nachdenken und hoffe, dass es Herrn Rüegg gut geht! (Update 24.11.08)

 


 

Dringend gesucht: Blut!
Grosse Aufregung heute morgen in Lamai: gestern abend ist ein hier sesshafter Schweizer mit seinem Motorrad schwer verunfallt. Er liegt nun mit offener Beinartherie, Brüchen und völlig entstelltem Gesicht auf der Intensivstation des Bangkok Hospitals in Chaweng auf Koh Samui. Der anhaltende Blutsverlust bringt ihn in eine kritische Situation. Offenbar verfügt man auf der Insel nicht über genügend Reserven dieser Blutgruppe. Deshalb reagieren die Leute in Tom's Bakery, dem Treffpunkt vieler Deutschsprachiger, am Morgen sofort und rufen mittels eilends aufgehängtem Plakat zum Blutspenden auf. Tom, ausgewanderter Aarburger und Chef der Bakery, geht gleich mit gutem Beispiel voran, bietet im Hospital sein Blut an und besucht den Patienten, den er nur anhand eines Tatoos am Arm erkennt haben will... Ich kann mit meiner Blutgruppe A Rh+ leider nichts beitragen. Auch Nestor (zusammen mit andern) spendet Blut und sagt seine Party vom Freitag abend zu seinem 10-Jahre-Jubiläum in Lamai kurzerhand ab - niemandem ist's momentan ums Feiern zumute. Heute abend sollen aus der Hauptstadt Bangkok zusätzliche Blutkonserven auf der Insel eintreffen, so dass der Verunfallte von plastischen Chirurgen - ein neues Gesicht erhalten wird... (Update 23.10.08)

 


 

Zurück nach Koh Maphrao?

Koh Maphrao - östlich von Phuket gelegenes winziges Eiland (rechts rot eingekreist das einzige Resort auf der Insel)


Längst hätte ich mich entscheiden müssen: In welche Richtung werde ich dieses Koh Samui verlassen, auf dem sogar nachts bei Flutlicht die letzten kostbaren Quadratmeter dem Meer entlang verbaut werden? Wohin fliehe ich bis mein Flug Bangkok ab am 29.Oktober 2008 zurück in die Schweiz startet?
Koh Chang habe ich als allein Reisender vorübergehend aus meinem Reiseprogramm gestrichen: so wunderschön wie es im Moment noch sein mag - allein ertrüge ich es wohl nicht, nicht jetzt. Aber würde ich im Ernst die Abgeschiedenheit von Koh Maphrao nochmals genügend schätzen können, obschon es wohl nur ein paar Steinwürfe vor der Halbinsel Phuket liegt? Dabei habe ich Bruno und Nöudu beim Abschied am Pier versprochen, möglichst bald wieder zurückzukommen. Aber was heisst bald? Bald heisst spätestens im Frühjahr 2009, dann ganz bestimmt! Ich habe von den beiden nämlich ganz viel gelernt punkto Auswanderung nach Thailand und Zusammenleben mit thailändischer Bevölkerung oder gegenseitigem Lebenlassen. Mir klingt noch ein Satz von Bruno in den Ohren: "Versuche nie einen Thai zu verstehen, mit unseren Wertvorstellungen schaffst Du das nie - akzeptiere ihn einfach, er akzeptiert Dich sowieso! Und schliesslich sind wir hier Gäste!" (Update 23.10.08)

 



Ente ist auch nicht übel

Roasted Duck in orange Sauce

Eigentlich wäre ich heute von Nestor und Eh zu einem Fondue chinoise ausserhalb von Lamai eingeladen gewesen. Grund: ein Gutschein, den die beiden vor einem Monat zum Hochzeit geschenkt erhielten. Wenige Minuten vor dem Treffen kommt ein SMS: "Wir müssen den Termin absagen, es kommt Regen."
Als Ersatz für das entgangene Essen gibts für mich allein im Mr. Pows zum Znacht als Vorspeise zuerst eine Green Curry Soup with Seafood und zum Hauptgang dann eine Roasted Duck in orange Sauce with steamed Rice - lecker, lecker. Kostet zusammen mit einer grossen Flasche Singha-Bier in diesem recht vornehmen Restaurant fast ein Vermögelchen - 15 Franken! Uebrigens: es regnet den ganzen Abend keinen Tropfen... (Update 22.10.08)

 


 

In Koh Samuis Röstiland

Roesti Thai Style by Richu: Rösti aus "alten", einen Tag im
Kühlschrank gelagerten Geschwellten; angereichert mit
geschnetzeltem Fleisch, Bohnen, Kefen, Karotten, Tomaten, Pilzen,
Chillyschoten, Koreander und Currysauce - ein thailändisch-schweizerisches Gedicht.

Jajaja, ich bin wieder in Koh Samui gestrandet - ich gebe es ja kleinlaut zu!
Hatte ich in Bangkok meine liebe Mühe mit bettelnden Mönchen, entflammt in Koh Samui ein Streit mit Taxifahrern. Eigentlich schon bei meiner Ankuft am Airport gabs Probleme und unflätige Worte meinerseits. Obschon ich zuerst glaube, erhobenen Hauptes aus diesem Konflikt herauszukommen, muss ich eingestehen, nichts, aber auch gar nichts erreicht zu haben...
Heute beschliesse ich Richu und Nok zu besuchen. Marschiere hoch zur Ringstrasse und halte dann ein Sammel-Taxi auf. "Please drive me to End of Lamai. How much you want?" "How mat' 'u give?" "50 Bath. Ok?" Der Driver lacht, nickt und fährt los. Nach wenigen Minuten hält er an und heisst mich gestenreich von der Brügi herabzusteigen und zu ihm nach vorn zur Kabine zu kommen. Meine gebotenen 50 Bath sind nach seiner Rechnung aufgebraucht - Ende der Zusammenarbeit. Keine Ahnung wie weit ich noch von Richus Resort entfernt bin, jedoch ein Mehrfaches als ich grob annehme. Spiessrutenlaufen auf der unbeleuchteten Strasse, dreimal muss ich im Dunkeln gegen die Böschung springen, um nicht von Töfflifahrern umgekarrt zu werden.
Richu lacht mich aus: "Für 50 Bath fahre ich normalerweise mit dem Sammeltaxi nach Nathon, der Hauptstadt von Koh Samui!" Schon gut. Die Rösti ist ein Gedicht wie jedesmal bei meinen Besuchen auf Koh Samui.
Und Richu ist nachsichtig, lässt mich von seinem Pflegesohn per Töff zurück ans entgegengesetzte Ende von Lamai chauffieren. Der junge Thai ist furchtbar nervös, mich Kartoffelsack hinten auf dem Motorbike heil zurückbringen zu müssen (das Hinterrad rollt dabei auf den Felgen) - ist aber am Ziel sichtlich stolz über seinen gut gemachten Job und strahlt, als ich ihm 50 Bath Trinkgeld in die Hand drücke. (Update 21.10.08)

 



Plötzlicher Abschied!

Aufbruch zum Festland

Die Trauminsel - in Google Earth hundertmal ausgelotet - ist urplötzlich zum Alcatraz geworden! Ich muss weg.
Lasse mich ans Festland rübersetzen. Aber Phuket ist ja nicht gerade der Ort meiner Sehnsucht...
Kaum den Fuss auf das Festland gesetzt, bereue ich meine Flucht. Koh Maphrao ist ein kleines Paradies. Womöglich eines der letzten Paradiese. Im einzigen winzigen Dorfladen gibts nicht mal Bier zu kaufen. Kein Strom. Die muslimische Bevölkerung im einzigen Dörfchen wäscht sich noch am Dorfbrunnen neben dem Schulhaus. Thailand pur.
Ich bin sicher, dass ich wiederkommen werde! (Update 19.10.08)

 



Leonardo Di Caprios Vergangenheit vor Augen

"Mein" Haus im Maphrao Camp Belvedere, mitten im Dschungel, zirka 100 Meter über Meereshöhe

Bruno Frei, der Besitzer des Resorts, wird hier auf der Insel von der islamischen Bevölkerung einfach Adam genannt. Vor 6 Jahren erwarb er hier am Hang Land und begann es zu bebauen. "Da wo du jetzt stehst, sind während dem Bau der ersten Häuser burmesische Zwillinge, die Söhne eines Arbeiters, geboren." weiss er zu erzählen. Bruno, in Münchenbuchsee aufgewachsen, weiss noch viel mehr Geschichten: Als der Film "The Beach" gedreht wurde, durfte er für gutes Geld mit seinem Schnellboot Leonaro Di Caprio und andere Schauspieler von Drehort zu Drehort, von Insel zu Insel bringen, stets begleitet von einem Tross Bodyguards. Die Einsätze erfolgten jeweils Hals über Kopf und möglichst kurz, um die Paparazzis auszutricksen. Bruno weist auf die Inseln unter uns und erklärt, wo jeweils welche der Szenen gedreht wurde. Nun, Adam hat sein Schnellboot mittlerweile verkauft und der Filmtross ist längst wieder abgereist. Zurzeit pflastert er neue schmucke Häuschen an den Steilhang und dirigiert lautstark auf Thai, untermalt mit berndeutschen Kraftausdrücken, die Gruppe von einheimischen Bauarbeitern. Knochenarbeit, meint er. Gestern vergass einer beim Verlegen einer Wasserleitung, die Rohre zusammenzuleimen... Nöudu, ein sesshafter Schweizer hier, weist den fehlbaren Bauarbeiter heute während der Arbeit auf sein Unterlassen hin und zieht die unverleimten Rohre auseinander. Sehr zum Missfallen von Bruno: So unverblümt dürfe man einen Thai nie auf begangene Fehler aufmerksam machen! Wie der Chef phrophezeit, wartet der Arbeiter noch das Mittagessen ab und verschwindet danach beleidigt... (Update 15.10.08)

 



Koh Maphrao

Sonnenaufgang auf Koh Maphrao - von meinem Bett aus

Gestern abend verspätet in Phuket gelandet, ein Taxi gechartert und dem Driver bestellt, er solle mich zum Lan Hin Seafood Restaurant fahren. Er hält mich wohl für verrückt, weil das zu dieser Stunde ein völlig verlassener Ort ist. Deshalb bringt er mich vorsichtshalber zu seinem Office. Der verdutzten Chefin erkläre ich leicht genervt, dass ich tatsächlich dorthin will und dort mit dem Schiffchen abgeholt werde. Kopfschüttelnd lässt sie uns losfahren. Bruno Frei, der Besitzer des "Maphrao Camp Belvedere", wartet schon. Auf dem Boot erklärt er mir, dass er heute nicht mehr kochen möge und wir, wenn's mir rechts sei, auf einem Floating Restaurand Fisch essen könnten, was wir auch tun. Danach weiterfahrt zum Pier von Maphrao, umsteigen auf einen Geländewagen und dann die halsbrecherische Fahrt über steile, vom Regen ausgewaschene Strassen zum Resort. Neben zwei verbliebenen Dauergästen (Hausbesitzern) bin ich der einzige Gast. Ausser dem Grillengezirpe und hie und da einem krächzenden Vogelschrei ist kein Ton zu hören. Den erstbesten Bungalow, der mir angeboten wird, besiedle ich und falle ins Bett. Wohl nur wenige Minuten bekomme ich von einem heftigen Tropengewitter rund um die Insel mit, dann bin ich weg.
Was ich dann beim Erwachen im Morgengrauen zu sehen bekomme, ist schlicht phanthastisch! (Update 14.10.08)

 



Neues Spiel
Bei meinen Streifzügen zu Fuss durch Bangkok habe ich heute um jeden Mönch - ein ganzes Dutzend mögen es insgesamt gewesen sein - einen Haken geschlagen und mittels dieser Finte jeden mit seiner Sparbüchse mit hämischem Triumph ins Leere laufen lassen. (Update 14.10.08)

 



Traue nie einem Mönch!
Gerade als ich abends das Suda Restaurant in einem Hinterhof verlasse, bricht ein tropisches Gewitter los, das sich gewaschen hat! Obschon der Weg zu Fuss zum Hotel nur zirka 15 Minuten dauert, ist angesichts des prasselnden Regens die Verlockung gross ein Taxi zu nehmen. Ich beschliesse aber, vorerst trockenere Zeiten abzuwarten und damit die paar Bath zu sparen. Neben mir haben auch zwei orange bekuttete Mönche Schutz gesucht. Plötzlich dreht sich Mönch 1 zu mir um: "Gopalass-u!" Verstehe nur Bahnhof. "Gopalass-u!" Und nochmals, diesmal fast ungehalten: "Gopalass-u!" Nun wendet sich auch Mönch 2 an mich: "God bless you! Good luck for you!" Ach so! Ich bedanke mich herzlich für ihr "Blessen" und die guten Wünsche. Erst jetzt beachte ich ihre Sammelbüchsen nun fast direkt unter meiner Nase. Deshalb also der fordernd werdende Ton in ihren Stimmen. Am Boden der Büchsen liegen nicht etwa Münzen, sondern schön drapiert je eine Hunderternote, quasi als Lege-Ei für dumme Farang-Hennen wie mich, die auch bei ihrem wohl zehnten Thailand-Trip nicht weiss, wie man Mönchen auch noch begegnen könnte. Verdattert lege ich jedem je ein Zwanzigernötli ins Kässeli. Sie machen sehr verhalten segnende Gesten. Mönch 1 lächelt und deutet zum Himmel. Tatsächlich, der Regen scheint abzubrechen! Unglaublich. Die Mönche lassen mich stehen und pumpen noch weitere Leute an, aber nur Farangs, Ausländer! Gerade als ich losmarschiert bin, krachts oben erneut, und der Himmel über Bangkok weint erneut bitterlich, wohl über meine grenzenlose Blödheit. Durch die verregnete Brille mache ich vor mir plötzlich drei weitere Mönche aus. Nur das nicht - nicht nochmals mit mir! Ueberlege kurz, ob ich einen Haken um das Grüppchen schlagen soll, da realisiere ich, dass vor mir lediglich drei Parkanweiser in orangen Pellerinen im Regen stehen... Seichnass im Hotel angekommen ziehe ich Bilanz: Exakt 40 Bath hätte mich das Taxi gekostet, das mich trockenen Fusses heimgebracht hätte. Nun stehe ich da, triefend, um die Spende von 40 Bath ärmer - aber um eine Erfahrung reicher! (Update 11.10.08)

 


 

Ein Kobe-Steak

Schlafen, Lesen, Nichtstun, Seele baumeln lassen: Blick aus dem Hotelfenster in Bangkok - noch nicht die erträumte Sicht auf den erhofften einsamen Palmenstrand...

In einem Anflug von Profitgier leiste ich mir gestern nach der Ankunft im Hotel, nach überstandener Flugtortur und einer halsbrecherischen Taxifahrt über den Highway ein Kobe-Steak. Was mir in unseren Breitengraden schlicht zu teuer wär. Zudem war ich zu müde, um auf aufwändige Nahrungssuche zu gehen. Die Kuh, von der dieses Teil stammt, muss wohl beim Scheissen erschossen worden sein; jedenfalls ist das Steak zäher als Handschuhleder! Sollte sich Kobe-Fleisch nicht durch extreme Zartheit auszeichnen, weil die Rinder während Monaten vor ihrer Schlachtung mit Reiswein massiert werden? Mein Zahnfleisch ist nach diesem Ess-Chrampf zerkauter als das Steak selbst, entzündet und schmerzt. Werde mich einstweilen mit leicht zu schlürfenden Thai-Süppli ernähren. Vielleicht hat sich die Kuh boshafterweise an mir für meine Vergesslichkeit rächen wollen: Nach einem beruflichen Besuch bei einem Wildmetzger vorletzte Woche hatte ich mich angeekelt dazu verstiegen, meinen Fleischkonsum sofort drastisch herunterzufahren. Stopp! Ich habe mir ja vorgenommen, den Schrott der letzten Zeit hinter mir zu lassen und die Aus-Zeit zu geniessen...
SMS von Nestor aus Koh Samui in der Frühe: "Bei uns schiffets seit Tagen wie verrückt. Gruss Nestu." Also werde ich mir Koh Samui sicher nicht gerade als nächstes Ziel vornehmen.
Uebrigens: meine Seele ist nun auch wieder bei mir! (Update 10.10.08)

 



Münsingen - Zürich - Doha - Bangkok

So hau ich wieder mal ab nach Thailand. Diesmal allein (Housi wird demnächst in Ghana ein Filmprojekt realisieren). In der Hoffnung, mich nach stressigen Monaten wieder mal zu erholen, dem Trott, aber auch dem fiesen Politgezänke und der schlechten Nachrichten über all die Schandtaten der profitgierigen Banker weltweit zu entfliehen.
Im Zug nach Zürich, beim endlosen Warten auf den Flughäfen, ihren Rollfeldern und beim schier endlosen unbequemen, eingepferchten Sitzen in den Flugzeugen beschleicht mich plötzlich das absurde Gefühl, als sei ich gar nicht komplett, als sei nur meine Hülle hier und die Seele entweder schon weit vorausgeeilt oder aber immer noch in heimatlichen Gefielden herumhängend - leer eben, und äusserst unangenehm.
Doha: Seit Hakan Yakin von YB abgewandert ist, weiss ich, dass es einen Ort dieses Namens gibt. Nun ist er Zwischenhalt meines Flugs. Der saubere, übersichtliche und freundliche Flughafen, der nicht so überfüllt und stickig wirkt wie zum Beispiel jener von Dubai, überrascht mich. Und vor allem - hier gibts was zu trinken! Einen Liter eiskalten Fruchtsaft giesse ich in mich hinein, komme mir vor wie ein Kamel am Wasserloch. Kostet 20 Qatar Ryal oder so, jene Währung, mit der sich der Yakin hier am Arsch der Welt, umringt von sandiger Einöde, seine Fussballtricklis vergolden lässt. Ironie des Schicksals: beim Abflug kann ich durchs kleine Fensterguggeli ausgerechnet das Fussballstadion ausmachen...
Beim Anflug auf Bangkok erleben wir ein schauerlich-schönes Naturschauspiel: rund um unser Flugzeug flackern in rascher Folge und während Minuten wohl hunderte Blitze auf und beleuchten die drohend aufgetürmten Wolken mit perfekter Regie - ein Pyrotechniker hätte das nicht schöner hingekriegt! Fazit daraus: Verzückung klingt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Russisch, Thailändisch, Srilankisch oder Arabisch gleich: "Oooh!" (Update 10.10.08)

 



Gähn!
Päscu Lauener, dieses Kamuff, hat wieder mal gnadenlos zugeschlagen! Hat mich beim YB-Fototermin nach einer kurzen Nacht beim Gähnen ertappt... Gut: wenigstens hat er angesichts meines bedauernswerten Zustandes seine virtuellen Hunde an der Leine behalten, die mich sonst dauernd in die Waden kneifen! Beim Abspielen des Filmlis unbedingt Ton einschalten... (Update 15.7.08)

 



Spanien ist Fussball-Europameister 2008!
Und das ist gut so! War die wohl beständigste Mannschaft dieses Turniers. Von einem 70jährigen Trainer geleitet, notabene.
Klar hätte ich mir die Deutschen gerne zuoberst auf dem Treppchen gewünscht, aber die Spanier spielten nun einfach besser! Was mich extrem freut, dass die Spanier eigentlich all das Gefasel der TV-, Radio- und Printmedien-Vordenker ad absurdum geführt haben: Die alle lobten unisono die jungen, frechen und unbeschwerten Russen in den Himmel und machten diese schon Tage vor dem Finale zum Turniersieger. Es ist dann eben anders gekommen - und das ist gut so.
Ach, und da sind ja noch die Schweizer! Ob der Köbi schon vor 2 Jahren hätte entlassen werden sollen, kann ich nicht beurteilen. Sicher hat Kuhn Fehler gemacht, die ich und alle andern Klugscheisser nicht gemacht hätten: Den Eggimann hätte ich behalten, Müller und Degen nicht mitgenommen, den Barnetta wohl spärlicher eingesetzt! Häbi (ich mag ihn als YB-Crack) hätte ich nicht für eine Woche aufgeboten und dann heimgeschickt. Und den Streller subito entlassen nach seiner Aeusserung punkto Rücktritt nach der Euro08 ausgerechnet vor dem Start dieses Turniers: Weshalb haben die Verantwortlichen den Streller nicht vor seiner eigenen Dummheit bewahrt? Wo war da der greise Lämmli?
Da kann der Yakin noch lange quengeln: Wenn er von Anfang an hätte spielen können, dann... Meine Güte, ist der Mensch einfach. Wenn die Tante einen Seckel hätte, wäre sie der Onkel! Wie er da mit seinem Brüderchen Murat als Sprachrohr im Nachhinein dem Kuhn und all dem Zeugs in den Rücken fällt, ist unterste Schublade. Soll er raschmöglichst nach Qatar oder sonstwo fliegen und dort schutten. Vielleicht hat er noch gar nicht realisiert, dass er da zwar mehr Geld verdient, aber dass die Discos am Golf noch weniger dicht gesäht sind als in Basel... Und am Golf wirds gnadenlos heiss - meine Güte!
Ich zumindest werde ihn rasch vergessen: vor ihm haben schon viele andere stehende Bälle ins Tor buxiert: ich hatte als Firmenfussballer jeden Penalty versenkt; mein Sohn Erik als C-Junior beim FC Münsingen fast jeden Freistoss ins Lattenkreuz gesetzt. Und als Hakan im Spiel gegen die Türken den Ball in einer Pfütze zwei Meter vor der Torlinie vor die Füsse gefallen ist - tja, den hätten Du und ich wohl auch geschrieben!
Gründe, weshalb die Schweizer nie über sich hinausgewachsen sind, wird es wohl einige geben. Ich wüsste auch noch einen: ihre Tenues - aus einem Kehrichtsack "getunt". Unglaublich! Die haben gar kein Schweizer Kreuz auf der Brust getragen, sondern ein verquirltes Emblem des Fussballverbandes! Das weisse Kreuz haben die Schweizer Fussball-Recken lediglich auf den Schienbeinen getragen... Wie soll da ein Häufchen Secondos zu einer geschlossenen Identität zusammenwachsen? Alle andern Teams haben ein Wappen auf ihrem Shirt über ihrem Herzen getragen! Auf das sie manchmal die Hand haben legen und kurz durchatmen können! Wen wundert's also, dass die Schweizer als erste Truppe sang- und klanklos aus dem Turnier ausgeschieden sind? (Updtate 29.6.08)

 


 

Und dafür bin ich also zurückgekommen!

Nichts sehen, hören und sagen: Frustrierter YB-Fan verhüllt sich.

Kurz nach der Landung in Zürich - ich sitze schon im Zug nach Bern - ruft Guido an: "Wo sind die Bilder vom letzten YB-Meistertitel 1986?" Ich beschreibe den Standort im U3. Im Zug zwischen Bern und Münsingen ein zweites Telefon: "Sie sind nicht dort!" - "Ok. Lass mich das Gepäck heimstellen, ich komme sofort." Völlig übermüdet fahre ich mit dem Auto nach Bern, verwechsle zuerst Rechts- und Linksverkehr... Die Bilder sind tatsächlich nicht dort wo ich geglaubt habe; wir finden sie in einer Schublade, in die sie eigentlich nicht hingehören.
Am Samstag abend die Finalissima. Das hätte ich nun wirklich nie geglaubt, dass YB im Basler Joggeli derart chancenlos untergeht!
Dafür also habe ich eine Woche Thailand-Ferien geopfert... (Update 13.5.08)

 



Nächtliche SMS machen alles klar
Mehrmals des Nachts schrecke ich auf: gute Geister melden mir per SMS jedes gefallene Tor in den Spielen YB-GC und Xamax-Basel. YB bleibt also im Meisterrennen! Nichts von verlängerten Ferien auf Koh Samui - um 02:30 Uhr hebe ich in Bangkok ab Richtung Joggeli.
(Update 7.5.08)

 


 

Standby in Bangkok

Standby im Hotelzimmer 454

Heute trennen sich Housi und ich, nach einem frugalen Nachtessen gestern abend in einer Strassenküche einer Thai-Familie. Seit gestern nachmittag regnet es hier mit kurzen Unterbrüchen; seit heute Nacht aber in dicken Schnüren!
Um 11 Uhr fahren wir mit Taxihalterin Dam los zuerst Richtung Phuket Town, wo Housi beim Busterminal aussteigt. Ich lasse mich weiter zum Airport chauffieren und will nach Bangkok fliegen. Nach wenigen Minuten sendet Housi ein SMS: "Hocke scho im 1. klass bus nach chump..." Beim Abrechnen versucht die klevere Dam einen dummen Farang mehr über den Tisch zu ziehen und will partout auf einen Tausender nur 200 statt 300 herausgeben können - nicht mit mir...
So sitze ich nun in einem Hotelzimmer in Bangkok und bin auf Standby. Warte auf die Resultate der zweitletzten Fussballrunde. Wenn YB gegen GC dranbleibt, werde ich in der Nacht zum Donnerstag zurück in die Schweiz fliegen, denn ich möchte diesen historischen Moment miterleben, wenn die YB-Spieler im Joggeli den Pott hochstemmen werden. Falls YB aber seine Chance am Dienstag abend "vertublet" und Basel frühzeitig Meister wird, werde ich wahrscheinlich am morgen danach meinen Flug verschieben, noch eine Woche anhängen und irgendwo in Südthailand wieder mit Housi zusammentreffen.
Apropos YB: da habe ich doch im Internet gelesen, Captain Kakin habe, auf die vergangenen Ausschreitungen angesprochen, zum Besten gegeben, Feuerwerk gehöre halt zum Fussball! Ja, geit's de no, die Fans noch zu solchem Blödsinn zu ermutigen! Hoffentlich haben die YB-Verantwortlichen ihrem Captain das dumme Maul gestopft. (Update 5.5.08)

 


 

Phuket, Patong
Ein Schnellboot brettert uns in stündiger Holperfahrt zwischen schroffen Inseln hindurch von Krabi nach Phuket. Beinahe muss ich kotzen, so stark schlägt der Bug auf den Wellen auf! Das Boot ist voll, ich hasse Schiffsfahrten ohnehin! Nach dem ersehnten Andocken steuern wir mit dem Taxi zuerst Kata an, dann Karon - und beschliessen spontan, einen weiteren thailändischen Unort - Patong - in unsere Erinnerung aufnehmen zu wollen!
Weshalb tun wir uns all das an? Aus Neugier? Aus purem Masochismus?
Immer wieder frage ich mich, ob ich wohl dereinst wirklich in diesem Land leben könnte und wollte, wenn ich dereinst einige Brücken hinter mir abgebrochen haben würde. Ja, ich würde wollen und können! Ganz sicher nicht in Phuket, Pattaya oder Krabi, wohl in Koh Samui auch immer weniger. Aber Koh Chang gedeiht je länger je mehr zum glorifizierten Paradies... (Update 3.5.08)

 



Krabi? Danke, nicht zu lange!
Für sonnenhungrige Farangs, die sich einfach an einem Strand grillen lassen wollen, mag Ao Nang Beach kein Unort sein. Sie lassen sich mit den lauten Longtail Boats an zahlreiche Sandstrände ausserhalb des Festlandes auf kleine Inseln baggern und werden abends krebsrot oder bestenfalls bronciert mit Getöse wieder Boot für Boot zurückgeschaufelt.
Nicht mein Ding. Ein Spaziergang auf der Beach Road von Ao Nang erinnert zu stark an die Interlakner Höhenmatte oder an die Seepromenade von Ascona. Das Thailändische fehlt gänzlich. Nur viel heisser ist es hier als in Interlaken oder Ascona... Fairerweise muss ich gestehen, dass sich in dieser Region sicher schönere Orte als Ao Nang finden liessen - allein, langsam zerrinnt die Zeit! (Update 3.5.08)

 



Treppensturz
Dann noch das: Nach einem Abend mit einstündigem Stromausfall und sindtflutartigem Regen fällt mir ein, dass ich nach dem Ausgang noch den Schirm an die Reception zurückbringen sollte. Also raus, dem düsteren Gang entlang und runter. Aber hoppla, so schnell war das nun doch nicht geplant! Dummerweise denke ich nicht an einen heimtückischen Absatz vor der obersten Treppenstufe, bleibe mit einem Fuss hängen und stürze die Treppe runter, vorerst auf die niedrige Brüstung, die natürlich für Thais berechnet ist. Wenn ich darüberkippe, werde ich unten unweigerlich kopfvoran auf den Fliessen aufschlagen. Aber irgendwie kann ich mich zurückhangeln, stolpere aber weiter in extremis die zweite Treppe hinunter und komme schliesslich auf dem Bodendecheli vor der untersten Stufe endlich auf beiden Beinen zum Stehen. Glück gehabt. Oder Bewahrung. Aber stechender Schmerz in der rechten Wade über dem Knöchel. Keine Schürfung, kein Bluterguss - nichts Sichtbares, nur Schmerz. Wahrscheinlich habe ich mir soeben einen Muskelfaserriss eingefangen. Also kann ich mir wohltuende Fuss- oder Oelmassagen künftig "ins Chemi schrybe". (Update 2.5.08)

 


 

Heim nach Koh Samui

Tom's Bakery, Lamai Beach, Koh Samui

Mehrstündige Busfahrt nach Pattaya Airport; der Zufall will, dass wir beim Checkin auf Rolf, einen Bekannten aus Neuenegg, treffen; kurzer Flug nach Koh Samui. Rolf lässt uns in "seinem" Hoteltaxi nach Lamai mitfahren. Bezug des Hotels Bonny, über dessen Qualitäten sich die Geister ewig streiten werden...
Anschliesssend unzählige Hello's und Welcome's quittieren und zahlreiche Hände schütteln. Erhard, den Kräuterbutter-Hersteller aus Huttwil, treffen wir zufällig auf der Strasse: er lebt seit über 10 Jahren in Lamai, hat nun aber genug von Koh Samui, dessen Hektik und Kniefall vor dem Massentourismus und wird nächste Woche die Insel Richtung Koh Tao verlassen. Er will dort eine kleine Bar für Taucher eröffnen.
Herzliches Wiedersehen mit Pen und Min an der Jojo-Bar; Frühstück in der Bakery bei Tom und Oo. Lou arbeitet nicht mehr da und führt jetzt einen Souvenir-Stand. Tom, der ausgewanderte Aarburger, hat unseren Besuch in Lamai längst angekündigt: vor Tagen hat er Housi und mich auf einer belebten Strasse in Bangkok zufällig entdeckt, als er seine beiden Söhne mit dem Auto auf den Flughafen gebracht hat! Wie ist doch die Welt ein kleines Dorf geworden!
Auch Nestor treffen wir nun jeden morgen in Tom's Bakery. Nachdem er uns tags zuvor per SMS gefragt hat: "Habe ein Brate, wann kommt ihr?" Auch den belesenen Fu, den an MS Erkrankten, dessen Beine ihn schlecht tragen mögen, schlechter als noch bei unserem letzten Besuch, finden wir.
Wir buchen einen Flug nach Krabi. Irgendwie beschleicht uns das Gefühl, als würde jemand hie und da auf eine "Replay"-Taste drücken. Manchmal ist Heimkommen gar nicht so einfach...
Am letzten Abend vorverschobenes Nachtessen bei Nestor und Ee zuhause fernab vom Touristenghetto: Es gibt traditionsgemäss Nudeln mit Hackbraten an Pilzsauce zu futtern. Nestu wird am 5. Juni extra für die Euro 08 in die Schweiz fliegen. Aber halt, da ist noch was: gleichzeitig will er in seiner Heimatgemeinde die nötigen Papiere anfordern, um nach seiner Rückkehr endlich seine langjährige thailändische Partnerin Ee heiraten zu können! Wir dürfen ihr aber nichts sagen, es soll für sie eine Ueberraschung werden. Was aber, wenn sie ihm dann einen Korb umhängen würde? (Update 2.5.08)

 


 

Abend auf dem Polizeiposten
Eigentlich wollen wir nur sicherstellen, dass wir morgen früh vor unserer Abreise von Koh Chang Housis Pass, den wir für die gemieteten Motorbikes hinterlegt haben, rechtzeitig herauslösen können. Aber au weja, der Schalter ist schon geschlossen! Ein handgeschriebenes Schild weist auf eine Police Box hin, die wir mit Hilfe des Schneiders von nebenan finden. Ein Verwandter der Töff-Vermieterin schiebt dort Abenddienst, und wir können ihn überzeugen, dass wir den Pass gerne sofort hätten. Während er sich mit Pistole, Handschellen und Schlagstock auf seine schwere Honda schwingt, um den Pass suchen zu gehen, winkt uns in der Zwischenzeit ein sturzbetrunkener Polizeioffizier ins winzige Office und heisst uns auf einem pinkfarbenen abgewetzten Sofa Platz zu nehmen. Im TV läuft das Spiel Chelsea gegen Manchester United. Mit schwerer Zunge outet er sich als Manu-Fan. Aus seinem eigenen Glas bietet er uns eiswürfelgekühltes Bier und Zigaretten an; aus Höflichkeit trinken wir beide einen Schluck. Housi kann das Spielchen mit dem Feuer natürlich nicht lassen und fiebert zum Jux im Verlauf des Spiels mit Chelsea mit - bis dem Officer der Kragen platzt: er springt mit einem kehligen Schrei auf, knallt den Bürostuhl dabei an die Wand und wirft sich mit erhobener Faust auf Housi. Glücklicherweise tritt in diesem Moment der jüngere Polizist mit dem roten Büchlein in den engen Raum und stellt sich zwischen die beiden.
Dieser Tag ist ohnehin pannenreich: Glaube nie einer Benzinanzeige! Auf der Rückfahrt von einem einsamen Strand im Süden bleiben wir zweimal sitzen ohne Most in den Tänken unserer Motorbikes... (Update 26.4.08)

 


 

Koh Chang - die Elefanteninsel

Die Insel Koh Chang besteht zu 70 % aus noch intaktem und zusammenhängendem Tropenwald; einer der am besten erhaltenen in Thailand, wenn nicht in ganz Südostasien.

Der Minibus holt uns natürlich nicht schon um 9 Uhr, sondern erst gegen 10 Uhr ab. Vorsehung hätte uns viel Stress ersparen können. 5stündige Fahrt Richtung kambodschanische Grenze. Der Bus ist vollgepfropft, Housi sitzt drei Reihen hinter mir. Schickt mir unterwegs ein SMS und fragt wie es mir geht... Knapp stündiges Uebersetzen mit der Fähre auf die Insel Koh Chang, deren Umrisse einen Elefantenkopf darstellen, deren Skyline aus der Ferne betrachtet an eine Elefantenherde erinnert; diese Insel zu besuchen ich mir vor Monaten fest vorgenommen habe. Um dem Schweizer Politsumpf zu fliehen und für die Euro 08 auftanken zu können. Aber auch einfach so.
Es ist brutal heiss! An der White Sand Beach verlassen wir das Taxi und quartieren uns im S.P. Place Hotel ein, das Housi von seiner letzten Visite her kennt. Doch: das Duschwasser rieselt nun spärlich und ist trübe, das Spülwasser des WCs braun wie Durchfall-Darmentleerung, und es tropft von der Diele auf mich herab während einer Sitzung. Nach zwei Nächten dislozieren wir ins Thor Hotel. (Update 23.4.08)

 


 

Bangkok
Diese Millionenstadt ohne grosse Vergangenheit soll eigentlich nur Durchgangsstation sein - wir bleiben aber drei Nächte! Einerseits um unseren weiteren Reiseverlauf zu festigen, anderseits um die Kontraste dieser pulsierenden Stadt in ihrer vollen Wucht auszukosten: Etwa den Hotelpool im dritten Stock - eine Oase mitten in der lauten, pulsierenden Stadt, eingeklemmt zwischen Hochhäusern. Den frühmorgenlichen krächzenden und unerbittlichen Ruf eines Gockels ab 4 Uhr unter meinem Fenster (die nächste Hauswand schraubt sich drei Meter vor meinem Zimmerfenster, das sich nicht öffnen lässt, in die Höhe - nie habe ich diesen Hahn, den wohl ich hundertfach verfluche, erspähen können. Das schlicht phänomenale Essen (etwa Poulet in Bananenblätter eingewickelt mit Reis, dazu eine rote Currysauce mit Kaschunüssen).
Zwischen Hotelpool und Hinterhofrestaurants entlang von Sukumvit reift unser Entschluss: wir fliegen nicht zuerst nach Krabi oder Koh Samui, sondern fahren mit Minibus und Fähre nach Koh Chang! (Update 21.4.08)

 



Schrecksekunde in Dubai

Wir besteigen in Dubai nach fast 6stündigem Flug frühmorgens den Pistenbus - da erbricht ein süsser kleiner Junge mit Brille und abstehenden Ohren mitten im Gedränge der übermüdeten Fluggäste weissen Schleim in die Hand seiner Mutter - Schulter an Hüfte mit Housi, der sich sofort umdrehen muss ("Das chann i nid gseh, wenn öpper chotzet!"), um nicht auch... Ehrlich, auch mich stresst die Szene: weil sie mich an eine schreckliche Episode aus meiner Kindheit erinnert: ich habe mal während dem ersten Akt eines Theaters für Kinder im prallgefüllten Saal des Militärgartens mitten in den Sitzreihen halb verdauten Kartoffelsalat mit Wienerli kotzen müssen... (Update 18.4.08)

 



Ich haue wieder ab!
Zürich ab nächsten Donnerstag, Zwischenhalt in Dubai, dann weiter nach Bangkok. Rückflug für mich am 8.5.2008 - falls YB immer noch im Meisterrennen sein sollte! Housi wird so oder so noch eine Woche länger bleiben. Wer weiss, vielleicht ich auch...
Zuerst werden wir zwei, drei Tage in Bangkok bleiben, dann möglicherweise zuerst nach Krabi dislozieren. Und später nach Koh Samui. Aber das ist alles noch offen. (Update 16.4.08)

 



Gespött über Shoulder Harness
Zugegeben: dieser massive Schulter/Hüften-Gürtel, ein Trag-Gschtältli für Kameras, Objektive und Zubehör - wirkt an meinem Körper zwar nicht besonders elegant, ist aber um so effektiver!
Jaja, Kollegen und -innen, spottet nur! Zieht den Shoulder Harness ins Lächerliche. All ihr Schönwetter-Fotografinnenundaussen. Ich bin sicher, dass ihr euch bald heimlich ein solches Ding erstehen, zwar nie darüber sprechen und es schon gar nie vor meinen Augen tragen werdet, sonst würde ich ja plötzlich zur Spottdrossel!
Zugegeben: ich habe das Ding im Ernstfall auch noch nie getestet, nur kürzlich unter Ausschluss der Oeffentlichkeit im trauten Heim. Habe all die umgehängten Taschen mit Zeugs vollgepfropft, wie ich mir das für den Ernstfall immer ausgemalt hatte. Dann dick bepackt testweise die schmale Kellertreppe runter und wieder rauf - das eine lief deutlich schneller als das andere... eigentlich ging das andere gar nicht mehr ohne Klimmzüge links und rechts. Meine Güte, tragen wir FotografInnen ein schweres Los!!! (Update 31.3.08)

 



Gute Kunde von Nikon!
Den Error habe ich nie mehr gesehen auf'm Display! 80-200er und D3 vertragen sich momentan wieder. Hoffe auch auf die Verträglichkeit mit dem 400er - ist zwar noch bei Nikons zur Reinigung.
Inzwischen hat mir auch der Osterhase - ohch ja, GraphicArt - endlich meine zweite D3 beschert, ultrakurz bevor mir der Geduldsfaden gerissen wäre...
Nun sind wir aber wieder Freunde. Freunde zu kennen tut gut. (Update 31.3.08)

 



Nun kriegt Inethosting wieder Geld von mir

Nach einer saftigen Entschuldigung per Mail und per Brief meines Host (oder heisst das Ding Hoster? Hosteller? Hostellier?) ist die Sache wieder eingerenkt - und ich will dieser Firma vorerst wieder voll vertrauen! Der Fortbestand dieser Seite ist also gesichert.(Update 31.3.08)

 



Inethosting wird von green.ch geschluckt!
Jesses! Ausgerechnet green.ch übernimmt Inetconsult/Inethosting, ein während über einem Jahrzehnt bestens funftionierendes KMU! Seit dieser Uebernahme geht nichts mehr. Nicht mal das korrekte Inkasso. Möglich, dass diese Webseite demnächst gekappt wird, weil die Gebühren dafür einem fremden User in Rechnung gestellt worden sind. Nicht verzweifeln, wir werden uns wiederfinden - möglicherweise mit einem andern Host-Partner. (Update 19.3.08)



Shoulder Harness von Lowepro
Kürzlich habe ich per Zufall ein Tool im Internet entdeckt, das mir flugs eingeleuchtet hat: ein Gurt, an dem sich beliebig viele Taschen für Objektive, Kamera und Zubehör anhängen lassen - und alles ist abgestützt auf einem massiven Schultergstältli! Nix von Gürtel samt Hosen verlieren also. Hat Lowepro mit dem Shoulder Harness nun das Ei des Kolumbus für uns PressefotofrafInnen erfunden? Natürlich habe ich das Teil sofort bestellt - kostet je nach Ausstattung ab 300 Stutz. Werde euch meine Erfahrungen subito mitteilen. (Update 19.3.2008)

 



Mehr als eine Million Hunde in der Schweiz - das ist zuviel!!!

Gibt uns das nicht zu denken? Mir schon! Statistisch betrachtet macht sich jeder siebte Aufenthalter in der Schweiz durch seine Unüberlegtheit zum Waffenbesitzer, denn in jeder ach so niedlichen Hundeschnauze verbirgt sich eine garstige, unberechenbare Waffe! Zwar gelten diese Waffen dank gelöster Hundemarke nach noch geltendem Recht als legal.
Wie viele Kinder und Erwachsene müssen noch gebissen werden, bis endlich die Vernunft siegt?
Fazit: Gewehr und Hund gehören ins Zeughaus! Letztere halt in die KVA, denn die Zeughäuser werden wohl aus den Näten platzen, wenn alle Wehrdienstpflichtige ihr Schiesszeug endlich abgeben würden. (Update 18.3.08)

 


 

xpure.ch
Wünschst Du Dir eine eigene Website? Und hast Dich bis jetzt noch nicht getraut? Möchtest Du endlich Geschäftskarten verteilen können oder einen neuen Prospekt streuen? Oder suchst Du gar die komplette Lösung punkto Kommunikation für Deinen KMU? Mein Sohn Erik und sein Partner Adrian helfen Dir dabei! Sind echt Spitze! Versuchs doch mal mit den Jungs! Die wollen nämlich ihren Job krass gut machen, ehrlich! Ich bin da sicher. Fragen? (Update 5.3.08)

 


 

Das Objektiv war's wohl
Tagelang arbeite ich mit der Ersatzkamera, weil meine D3 nun im Nikon-Spital liegt. Manchmal glaube ich, dass der Ersatz etwas besser getunt ist als meine eigene Knarre. Zum wohl wiederholten Male montiere ich das alte 80-200er - da: ERROR! Das glaube ich nicht! Glücklicherweise finde ich das neuere 70-200er im Kofferraum, spanne es auf: Error. Danke. On/Off-Knopf drehen - nichts geht mehr! Super. Alle Canon-Kollegen (Uersu, Manu, Pudi, Klaunzi, Päscu, Rübu, Steffu, Sven, Beni, Pius, Kuki, Wale, Häliblueme, Schorri, Füchsli, Eric, Chrigu usw.) werden lachen, laut lachen, wenn sie das je erfahren sollten! In meiner Bitternis und Verzweiflung montiere ich das neue 24-70er - Bingo - alles paletti! Zurück zum 70-200er - auch wieder paletti!
Bei einem Test stelle ich fest, dass die beiden Zooms (80-200, 70-200) extrem "unsatt" auf dem Bayonett sitzen, sich in der Verankerung fast um einen Millimeter drehen lassen, im Gegensatz zum neuen 24-70er. Das wird die Fehlerquelle sein! Erhalte meine D3 von ratlosen Nikon-Mechanikern zurück und sende ihnen subito mein 80-200er.
Leute, wenn ihr ähnliche Erlebnisse macht, lasst es mich bitte wissen. Unbedingt müssen wir solche Erfahrungen austauschen, gute wie schlechte. Ich werde euch jedenfalls auf dem Laufenden halten: demnächst mehr auf dieser Website! (Update 24.2.08)

 



Wieder Error! Jetzt reichts!
Wochenlang fotografiere ich wie ein Herrgöttli (ich fühle mich so!), staune über den schnellen AF, geniesse es, bei Volleyball oder Handball die ISO auf 32 000 hinaufzuschrauben und trotz aller Widerwärtigkeiten Brauchbares heimzubringen - das gab's noch nie!
Wenn nur dieser Error nicht wäre: dauernt beutelt er mich, unberechenbar, bei Kälte, in der Halle, tagelang nicht, dann plötzlich wieder. Wenn ich den On/Off-Knopf ganz leicht drehe, stellt sich das System kurz ein, und dann kann ich wieder auslösen - aber nur einmal. Das ist kein Arbeiten. Die Kamera muss zurück! (Update 11.2.08)

 



Error auf dem Display der Nikon D3!!!
Alarm! Wengen - Siegerehrung Kombi - gleich wird Daniel Albrecht durch die tobende Menge pflügen - sogleich muss ich das eingeplante Frontbild für die BZ machen: Da! Error! kann nicht mehr auslösen! Off. On. Akku raus. Akku rein. Speicherkarte raus und wieder rein. Albrecht erscheint vorne in der Kurve, pflügt sich durch die jubelnden Fans. Eine zweite D3 habe ich nicht, weil Nikon nicht liefern kann. Die alte Nikon ist im Hotel. Albrecht rennt an mir vorbei - ich habe kein Bild! Scheisse! Scheisse! Scheisse! Kollege S. hilft mir aus der Patsche: "Spitzt" mir unbequem kauernd auf den Stufen zum Sportgeschäft von seinem Laptop ein Helgeli auf meine Speicherkarte. Danke S., du lieber Siech! Anderntags ist "mein" Bild auf der Frontpage. (Update 12.1.08)

 



Rottweiler tötet kleines Kind

Ein Rottweiler hat in Frankreich einen Zweijährigen zu Tode gebissen. Die Mutter des Kindes versuchte vergebens, das Tier zurückzureissen. Die Bestie hatte vor dem Wohnhaus des Opfers in Charnay nördlich von Lyon das Kind grundlos angefallen und mehrfach gebissen. Der Junge erlitt schwere Fleischwunden und starb an einem Herzstillstand - wohl nicht zuletzt aus panischer Angst. Der Hund war ordnungsgemäss angemeldet und soll bisher ohne Probleme mit der Familie und dem kleinen Jungen zusammengelebt haben. Da sich das Drama auf dem Privatgrundstück der Familie abspielte, gab es für das Tier keinen Maulkorb-Zwang.
Was lernen wir daraus? Hunde sind jederzeit unberechenbar - in jeder Hundeschnauze lauert eine grässliche Waffe! (Update 11.1.08)

 


 

Langes Schweigen - nun ist sie da: Nikon D3
Kurz: Ein geiles Gefühl sie zu besitzen! Sie macht Freude, stolz solange auf sie gehofft und gewartet zu haben. Schade nur, dass sie erst tröpfchenweise in Europa ausgeliefert wird und viele Fotografenleute noch etwas warten müssen. (Update 31.12.2007)

 



Swiss Press Photo 2007
Dumm, saudumm: Die Jury von Swiss Press Photo hat ein billiges Plagiat zum Schweizer Pressebild des Jahres 2007 erkürt!! Ist einem Fotografen auf den Leim gekrochen.. .
Spencer Tunick ist weltweit bekannt für seine Fotografien, für die er jeweils Regie führt über mehr als hundert nackte Menschen, die freiwillig Teil seiner fotografischen Kunstwerke werden wollen. Kürzlich geschehen auf einem Gletscher in der Schweiz. Dieses Event war in vieler Leute Mund. Diese Tatsache hat natürlich auch einige Medienleute auf den Gletscher gelockt. Nachdem Tunick die Szenerie auf eisigem Untergrund arrangiert hatte, drückte Fotograf XX ebenfalls ab - und wurde damit als Trittbrettfahrer Gewinner des Swiss Press Photo Award. Hatte eine Szenerie abgekupfert, die ein anderer für ihn mühsam arrangiert hatte. Hätte Fotograf XX wenigstens versucht, den Arrangeur der Szenerie, eben Spencer Tunick, bei seiner immensen Arbeit irgenwie ins Bild zu rücken, würde dem Bild zumindest ein Hauch von dokumentaristischem Wert nicht abzusprechen sein. Aber so? Wertlos! Weg damit!
Fazit: XX, gib Deinen erworbenen Preis zurück!
Deshalb: Jury - tretet allesamt zurück! Was ihr gemacht habt, ist Scheisse. Ihr wolltet doch nur mit nackten Aerschen (die ein anderer für euch ausgezogen hatte) Aufsehen erregen.(Update 29.11.07)

 


 

Flugzeug auf Phuket/Thailand abgestürzt

Mit Betroffenheit habe ich heute abend vom Auseinanderbruch und anschliessendem Brand einer Maschine beim Landemanöver auf der regennassen Piste des Phuket Airports mit fast 100 Toten aus dem TV erfahren. Gestorben sind Leute der thailändischen Crew, Thais sowie Touristen.
Betroffen macht mich das primär, weil Menschen plötzlich sterben und deren Angehörige - wessen Nationalität auch immer - dadurch abrupt in unsägliche Trauer gerissen werden. Betroffen macht mich der Unglücksfall aber auch, weil Phuket nicht unweit von meinem momentanen Aufenthaltsort Ko Samui liegt, lediglich 272 km oder 25 Flugminuten trennen die beiden Inseln. Ich denke nach: Als ich am letzten Dienstag zuerst in Bangkok, Stunden später in Ko Samui "gelandet wurde", hat es auch gestürmt und geregnet (wegen Unwetter wurde zwischen Dubai und Bangkok kein Diner serviert!) - es hätte auch geradesogut Flug PG 195 treffen können und damit unter anderen mich und meine Angehörigen! Klar ist das eine total hypothetische Denkweise, schliesslich kann jeder fallende Blumentopf jemanden treffen...
Item: Ich bin froh und dankbar, am letzten Dienstag heil in Ko Samui "gelandet worden zu sein" und möchte hiermit gleichzeitig ein kleines Lebenszeichen von mir aussenden.
Am aller nachdenklichsten macht mich aber, dass in Lamai/Ko Samui weder auf Strassen noch in Restaurants und Kneipen der Tod dieser Menschen ein Thema ist - weder bei Thais noch bei Touris - schliesslich ist gerade ein Formel-1-Rennen im Gange...(Update 16.9.07)

 


 

Rundum mehr Plexiglas im Eisstadion Allmend
Im Berner Hockey-Tempel wurden auf diese Saison hin die Plexiglasscheiben beidseits der Spielerbänke, aber auch beidseits der Strafbänke massiv verlängert und dadurch zahlreiche Arbeitsplätze für Fotografen der Sicherheit für Zuschauer geopfert.
Der Sicherheitsverantwortliche des SCB, Peter Bischof, hat aber rechtzeitig das Gespräch mit den betroffenen Fotografen gesucht: am 11.9.07, werden Luken für Fotografen in die Plexiglaswände geschnitten; eine Delegation von erfahrenen Berner Fotografen wird dabei ihre Bedürfnisse einbringen können. Ich werde zu diesem Zeitpunkt eben abgehauen sein - Manu und Lüggu werden aber alles geben, das weiss ich!.
Klar: es wird enger werden an der Bande in der Allmend! Da ist Fairness gefragt: wer nicht unbedingt Aktionsbilder der Eishockeyaner machen muss - also People- und Event-Fotografen - haben absolut nichts an den Luken zu suchen, auch wenn sie sich einen Fotolatz ergattert haben! Klar? (Update 2.9.07)

 


 

Gebucht - diesmal unwiderruflich!
Weg - einfach wieder weg! Nach zwei kläglichen Versuchen, eine Auszeit zu nehmen, Flug buchen - Flug stornieren - andern Flug anmelden - Flug blockieren - Flug absagen - ist's nun definitiv und auch schon mit den allerletzten Moneten bezahlt: Ich hau' ab! Wohin wohl? Klar: Koh Samui. Take off am 10.9.07. Dabei teste ich erstmals einen indirekten Flug nach Bangkok: Statt 11 Stunden in der Röhre, 6 Stunden bis Dubai, aussteigen, Beine bewegen, vollklimatisierte Wüstenluft zum Durchatmen, rundum schauen, dann weitere 6 Stunden bis Bangkok. Alles weitere ist dann noch ein Schäumchen... Aber vorerst: Fotosessions mit StänderatskanditatInnen, Session vom Berner Grossen Rat. Ich freue mich darauf wie noch nie - vielleicht nicht zuletzt, weil ich danach abhauen kann! Licht am Ende des Tunnels eben...(Update 23.8.07)

 



Hochwasser - Micheline fliegt ein zum Trost
Allüberall in der Schweiz sind Flüsse über die Ufer getreten und haben Felder, Strassen und Wohnräume überflutet. Existenzen ruiniert - zivile Hilfskräfte, Feuerwehrleute und Zivilschützer an den Rand der Erschöpfung gebracht. Micheline besucht den Führungsstab in Olten mit dem Heli: entschlüpft dem Flugobjekt in Bügelfaltenhosen und schmucken schwarzglänzenden Lackschüehli - glücklicherweise hat der TV-Kameramann in diesem Augenblick blitzschnell kurz auf ihr Schuhwerk geschwenkt. Der Schwenk blieb allerdings unkommentiert... wen wundert's... SF-TiWi!
Liebe Micheline, hast Du denn keine Gummistiefel in deinem bundesrätlichen Büro für solche Einsätze parat? Keinen Regenanzug? Dann bleib doch in solchen Situationen lieber in deinem trockenen Elfenbeinturm in Bern - oder in Genf. Oder tripple auf der chinesischen Mauer herum, da beachtet dich kaum jemand... (Update 10.8,07)

 


 

Blümchen, wo bist Du?
Gestern war jemand so dreist und hat meiner Tochter Nadja das Velo vor dem Schlafzimmerfenster im Berner Breitenrain geklaut! Alle die sie genügend gut kennen, wissen welch herber Verlust die Trennung von "Blümchen" ist - dieses Velo ist nicht irgendein Velo, es birgt seine persönliche Geschichte. Aus diesem Grund bitte ich euch, die Augen offen zu halten, und wenn euch Blümchen begegnen sollte, es gleich mitzunehmen und Nadja oder mich sofort zu informieren. Ein Finderlohn ist euch gewiss!

Signalement:
- altes 3-Gang Damenvelo
- blau (marine blue) mit weissen Blümchen
- Marke: Blümchen
- hat einen Kleber, auf dem steht: Velos anstellen verboten
- hinten auf dem Schutzblech steht: für di vo üs (Update 6.8.07)

 


 

Und wieder ein Hundegeschichtchen
Bernhard Russi von eigenem Hund gebissen! Die Skilegende lag wegen einer schweren Infektion nach einem Hundebiss acht Tage im Spital. Bei einer Notoperation musste die Hand aufgeschnitten, das Gewebe gespreizt und chirurgisch vom Eiter gereinigt werden. Zugeschnappt hatte sein eigener Hund Pino. Zurück bleibt eine 12 Zentimeter lange Narbe zwischen Ringfinger und Handgelenk und das Wissen, welche Folgen ein Hundebiss haben kann. Obwohl Russi im Moment nicht einmal Velo fahren darf, ist er seinem vierbeinigen Freund nicht böse: «Der liebe Hund hat es ja nicht absichtlich getan.»
Da kann ich nur sagen: Tierliebe macht blind. Oder eben: Dummheit kennt keine Grenzen! Oder verweise auf die 10 dümmsten Sprüche von Hundehaltern...(Update 22.7.07)

 


 

Gedenkfeier für die Rekruten
Zugegeben: ich habe diese Gedenkfeier zum Tode der Rekruten in Andermatt weder live, noch im TiWi gesehen. Lediglich ein Pressebild ist mir geblieben (was ausser stehenden Bildern bleibt sonst länger?): von Sämu National, wie er die Brille abnimmt und sich irgendwas aus dem Gesicht wischt. Tränen oder Schweiss? Ich mag ihm sogar ersteres zutrauen! Hinter ihm eine kantige, kecke, eiserne Fratze - Militärs dürfen nicht weinen.
Meine Güte - in was für ein Schlamassel habt ihr Armeedeppen (sorry Sämu!) euch verritten. Mit all euren veralteten hierarchischen Strukturen! Was da punkto Oeffentlichkeitsarbeit oder rundum Zumauern, sprechen lassen oder Maulkorb verteilen, läuft ist schlicht lächerlich. Hoffentlich werden euch die nun aufgeworfenen Fragen rund um den Tod eurer Soldaten noch lange beschäftigen! So hat euer Apparat wenigstens etwas zumindest Halbsinnvolles zu erledigen. Und kann sich vorerst weniger mit der Beschaffung von eurem teuren, neuen Spielzeug - den Kampfflugzeugen - beschäftigen...(Update 19.7.07)

 



6 tote Rekruten
Gestern sind 6 Rekruten auf einer Bergtour an der Jungfrau in einer Lawine mehrere hundert Meter zu Tode gestürzt! Ausnahmslos alle zivilen Bergführer bestätigen, dass sie diese Tour unter diesen Wetterbedingungen nie und nimmer gewagt hätten!
Zu Beginn des gestrigen Fussballspiels YB-Galatasaray ist eine Trauerminute für die Opfer angesagt. Auch ich habe mich erhoben und versucht, kurz über die letzten paar Sekunden im Leben der Rekruten nachzudenken, über den kaum fassbaren Schmerz, den Eltern und Geschwister der Verstorbenen in diesem Moment erleiden müssen.
Heute äussert sich der Armee-Oberguru Stopfe Frechschneis zu dieser Tragödie - mit einem Zynismus sondergleichen! "Immer wieder gibts einen Unfall!" spielt er den Vorfall herunter. Da ist teilbarem Kummer über Hierarchien hinweg die Rede. Dass Profis ihre Arbeit 100prozentig gut gemacht haben sollen. Von 6 erfahrenen Alpinisten. Und weiterem Schwachsinn aus dem Munde des Armeechefs! Meine Güte: können Rekruten denn erfahrene Alpinisten sein?
Bin ja gespannt, wie die Medien die verbalen Blödheiten dieses Armee-Oberdeppen aufarbeiten! Werden sie das kecke Gefurze aus dem Munde des Darmausgangs in Feldgrün hinterfragen? (Update 13.7.07)

 



Hundegeschichte Nr. 4? - Ich fürchte ja!
Nur 12 Tage nach unserer Rückkehr von Koh Samui bringe ich Housi heute Dienstag morgen früh zum Bahnhof Bern: er haut ab - nach Koh Samui, der Gauner!
Angeblich muss er ein paar Dinge regeln gehen: Seine vor 2 Wochen in Lamai gefertigte Lesebrille ist mangelhaft, muss also an Ort und Stelle beanstandet werden. Zudem hat er alle Kassabelege der Mediziner von Lamai und vom Spital Chaweng achtlos weggeworfen - und die muss er unbedingt einbringen, um die Kosten des hinterhältigen Hundebisses ordnungsgemäss über die SUVA als Nichtbetriebsunfall entgelten zu lassen! Also Gründe genug, um flugs nach Koh Samui zu reisen.
Oder ist da am Ende noch was? Mein lieber Housi, pass auf die verdammten Hunde auf, langweile Dich beim Znacht im "Sri Nuan", das Du nun halt ohne mich neben Fisch "Frischi" im Aquarium einnehmen musst, nicht zu sehr - und grüsse "Deine" Direktorin Pen ganz lieb von mir... (Update 26.6.07)

 


 

Hundegeschichte Nr. 3 aus Koh Samui - hoffentlich letzte Folge
Dass Housi sich während unseres Inselaufenthaltes alle 3 Tage spritzen lassen musste (Tetanus und Tollwut) habe ich wohl noch gar nicht erzählt. Begleitend: Antibiotika und Badeverbot. Scheisshunde!
Nach unserer Rückkehr musste Housi subito wieder ins Erwerbsleben eingreifen: Tour de Suisse. Letzten Freitag rief er mich an: "Weisst Du wo ich bin?" "Ja, ich glaube wohl am Etappenort der TDS, in Interlaken?" "Ja, aber wo in Interlaken? In der Notfallstation des Spitals!" Seine Hundebiss-Wunde hatte dumm getan, so dass ihn der Tourarzt subito auf die Notfallstation geschickt hatte! Anmelden, warten, befragen, warten - gleiches Prozedere wie schon auf Koh Samui - nur viel, viel teurer, zehnfach teurer! Der Arzt schnitt schliesslich Housis Hundebiss auf und liess den weissen Eiter (der bündigem Risotto oder gestocktem - na ja - geglichen haben soll) austreten. Wunde desinfizieren, schliessen, verbinden und hoffen dass...
Ich sags nochmals - diesmal und erstmals mit Housi lauthals im Duett: Scheisshunde! (Update 22.6.07)

 



Hundegeschichte Nr. 2 aus Koh Samui
Der Fairness halber, nicht aber etwa um mich bei Hundehaltern einzuschleimen (die sind mir grösstenteils so etwas von schnuppe, ich mag sie wegen ihrer penetranten Ausdünstung schlicht nicht riechen) will ich nun auch diese Story erzählen:
Die andere Art Hund (vielleicht 3% des Gesamtbestandes) lernten wir heute nach einem 5km langen Fussmarsch zu Richu, dem Beizer im "Röstiland" kennen: Als Richu uns den Rückweg durch die Küche zum Strand wies, rannte sein Hund bei unserem ersten Schritt unaufgefordert los und zeigte uns den Weg durchs Wirrwarr von Trampelpfaden zum Meer hinunter! Am Ufer angelangt hoppelte er stets etwa 15 Meter auf seinen drei gesunden Beinen, das von Hundebissen geschädigte angezogen nachtragend, schnürenden Ganges voraus, blickte dann und wann beiläufig zurück. Wenn wir stehen blieben, setzte er sich in entsprechender Entfernung hin und wartete auf unsere weiteren Schritte. Hie und da grub er wie wild ein Loch in den Sand, aus dem nach wenigen Sekunden Wasser aufstieg. Demonstrativ presste er seine Schnauze in das Nass und verspritzte es hernach rundum, ohne aber selbst zu trinken. Warum wohl? Ich vermute, dass er uns vor dem Austrocknen bewahren wollte, denn wir schwitzten extrem! Auf einmal, nach etwa 3 km, gelangten wir ins Hoheitsgebiet eines herrenlosen Strandhundes, der uns heuchlerisch ruhig sitzend erwartete, mit zurückgelegten Ohren. Gleich würde Theater losgehen! "Unser" Hund floh zuerst veränstigt an meine linke Flanke, berührte kurz meine Wade, trat dann aber mutig dem andern entgegen und hielt ihn Schauze an Schnauze reglos in Schach, hypnotisierte ihn förmlich, bis wir die heikle Zone passiert hatten. Nach etwa 50 Metern schaute ich mich um - die Hunde standen immer noch Schnauze an Schnauze reglos da! Nach etwa 100 Metern blickte ich nochmals zurück: "unser" Begleiter war verschwunden! Unglaublich! (Update 4.6.07)

 



Hundegeschichte Nr. 1 aus Koh Samui

Unglaublich: Noch gestern hatte mir Housi, mein Feriengefährte in Thailand, nach einer entsprechenden Diskussion, Hunde etwas näher bringen wollen und "spasseshalber" ein solches Tier vor meinen Bau gelockt. Beide habe ich danach mit Schimpf und Schande vertrieben.
Heute ist nun Housi laut aufbegehrend von einem Spaziergang zurückgekehrt - mit einem Hundebiss an der Wade! Die Wunde blutete stark, und deutlich war die Spur eines Hundegebisses erkennbar. Er wusch die Fleischwunde zuerst im Meer aus und desinfizierte sie hernach, wusch die verbluteten Schuhe und die Hose aus. Was war vorgefallen? Auf einer beidseits ladenumsäumten Strasse durch Lamai Beach, einem Touristenort, schossen drei kleine Kläffer plötzlich aus einer Einfahrt heraus und attackierten Housi blitzschnell.ohne ersichtlichen Grund. Hätte der geschockte Gebissene die Hundehalterin zur Rede stellen können - sie hätte sicher gesagt, was tausende von Hundehaltern in solchen Situationen zu sagen pflegen: "Ach, es sind sonst so liebe Hundchen, das haben sie noch nie gemacht!" (Update 3.6.07)

 

Housis garstiger Hundebiss

 

Housi bei der Optikerin

 

Housi mit Fisch "Frischi"

 

Housi und Direktorin Pen

 

 


 

Gebucht!
Soeben habe ich gebucht. Ziel wiederum Koh Samui. Weg - einfach weg! Ich will weg! Gehirn baumeln lassen. Thai Food geniessen. Asiatische Düfte auf dem Markt reinziehen. Faulenzen. Dahindösen. Intervall-Schlafen. Lesen. Schreiben. Spärlich an zuhause denken. An Herrn Rüegg etwa (das ist mein langjähriger Wohnpartner, ein 11jähriger Wellensittich, flügellahm, Asthmatiker). Oder an die Grossrats-Session, bei der ich erstmals fehlen werde seit ich für die BZ fotografiere... Ein Bierchen trinken (in Thailand heisst das "Singha Beer" - oder ausgesprochen "Singabiii".
Erstmals werde ich mit Housi reisen, einem langjährigen Weggefährten, der beim SF als Kameramann arbeitet., und den ich schon seit bald, ach, fast mehr als 20 Jahren kenne. Extrem freue ich mich auf die Debatten über stehende und bewegte Bilder...
Eigentlich könnte ich mir diese sanfte Zerstreuung gar nicht leisten. Scheidung, übersetzte Anwältinnenkosten, Gerichtskosten, Alimente, Verschreibungen, Abfindungen undundund. Dann noch eine Steuerschuld - verursacht von schlampenden Steuerbeamten im Ausmass von 12 000 Stutz - dabei habe ich denen schon vor Jahresfrist über 20 000 Franken in den Arsch gestopft!
Doch nun habe ich gebucht und will weg! Weg! Eigentlich waren 4 Wochen für dieses Ausscheren geplant gewesen. Geht aber nicht: Meine Mutter wird im Juni 90! Herrschaft, da will ich zurück sein. Und Housi muss ja für das SF an die TdS...(Update 1.5.07)

 


 

bluewin droht der Untergang!
bluewin-Kunden, seit wachsam und bäumt euch auf! Die Swisscom als Besitzerin will angeblich die Marke bluewin fallen lassen. Geplant ist eine neue Plattform namens Swisscomworld - ein schreckliches Wort! Leute - wollen wir Kunden das? Nein!
Die Swisscomer sollen doch subito ihre frischgebügelten Jungmanager und - marketinger zurückpfeifen, sonst kündigen wir halt unser bluewin-Abo und notfalls auch gleich unseren Telefonanschluss bei Swisscom.
Swissonline, der Provider der ersten Stunde machte genau den gleichen Fehler: änderte für Erstkunden den Mailnamen von swissonline auf hispeed, nun heisst die Firma cablecom - wer mag die noch wirklich...? (Update 10.3.07)

 



Abgehauen nach Koh Samui
Die Flucht auf die Insel - eben spontan abzuhauen - hat sich extrem gelohnt! Einerseits um gewissen Miev wenigstens temporär auf Distanz halten zu können, anderseits um endlich mal völlig ekstessiv Fussball reinzuziehen!!! Jedes Quali-Spiel der WM hatte ich gesehen, jedes, jedes. Und spielte man im fernen Deutschland (D = 20.00 Uhr - Samui 02.00 Uhr) gleichzeitig an zwei Orten, setzte ich mich einfach strategisch ausgeklügelt so in eine Bar, dass ich gleichzeitig auch in einer andern Bar auf den TV-Monitor schielen konnte, auf dem ein anderes Spiel übertragen wurde. Kommt eine weiter Finesse dazu: nicht alle Bars beziehen ihre TV-Signale vom gleichen Satelliten! Wenn ich also an der Schmuddelbar von Willy (einem Schweizer, der betrunken bei einer Töff-Kalberei ein Bein verloren hat) einen Match der Schweden reinzog, sah ich die Bilder früher als die schwedischen Fans ennet der Strasse in einem properen Schweden-Pub - sah schwedische Tore einige Sekunden früher. Wenn die Schweden drüben jubelten, hatte ich bereits vergessen, was der Grund dafür hätte sein können...

 


 

Einfach abhauen
Eigentlich hatte ich geplant, während der ganzen Fussball-WM unterzutauchen: Zu gross war der Frust, dass ich bei diesem Giga-Fussball-Event vor der Haustüre der Schweiz nicht dabeisein durfte und täglich mehrmals - auf der Redaktion, in Migros, Coop und Denner, in der Badi oder weissichwo - immer wieder erklären musste, dass sich die Zeiten eben geändert haben, dass die Zeitungen nicht mehr auf Rosen gebettet sind undsoweiter! Dass ich eben nun in Münsingen und nicht in Deutschland bin. Scheissenomau!
Also ab nach Koh Samui, der kleinen Insel im Golf von Bangkok! Wale, ein langjähriger Weggefährte, begleitete mich dabei. Der Entschluss, auf die Insel zu fliehen, fiel extrem kurzfristig!

 


 

Voller Erfolg!

PhotoMünsingen wird mir stets in gewaltiger Erinnerung bleiben! Einerseits dank dem Engagement der Mitglieder des Fotoclubs Münsingen, die perfekte Fronarbeit geleistet haben! Anderseits durch den enormen Publikumsaufmarsch: über 2000 Besucher sind in den drei Tagen durch das Ausstellungsgelände im Schlossgut geschlendert!
Die Ochsenwirtin hat es treffend formuliert: "Dihr syt mit Eune Biuder diräkt vor em Aarichloch verträtte!" Ja, ich bin bei dieser Fotoschau wirklich privilegiert gewesen mit dem Schlossgutplatz als Standort für meine Bilder!
Wie ein ausgetrockneter Schwamm habe ich die Gespräche mit den andern Ausstellern aufgesaugt, deren Bekanntschaft ich als Presseheini ohne PhotoMünsingen nie hätte machen können: etwa mit Sergej und Larissa Buslenko, Christoph Rihs oder Barbara und Karl Bomonti. Aber auch mit Uele Fivian, Reto Andreoli, René Maier und vielen, vielen andern.
Zwischendurch habe ich aber auch meine Grenzen kennengelernt: die täglichen Führungen und jederzeit Red und Antwort stehen zu müssen und wollen, haben mich ganz schön Substanz gekostet, schliesslich bin ich es nicht gewöhnt, soviel sprechen, soviel zuhören zu müssen.
Ein ganz fettes Danke an alle FronarbeiterInnen, die mir dieses extrem wertvolle Erlebnis dank ihrem Einsatz ermöglicht haben! (Update 2006)

 


 

Der Blatter stellt nochmals aus
Von Donnerstag, 25. bis Sonntag, 28. Mai 2006 sind 35 Fotos aus meinen Kameras an der photoMünsingen 2006 auf dem Münsinger Schlossgutplatz ausgestellt - unter dem Titel "Zeitungsbilder", also eine Retrospektive. Dies soll unwiderruflich meine letzte Ausstellung von Pressefotos sein. Versprochen? (Update 21.3.06)

 


 

Auch Du, Brutus!
Eigentlich hätte ich mich zu Canon hier nicht mehr äussern wollen. Jetzt kann ich mir es aber nicht verklemmen: Gleichzeitig mit mir hat auch mein Kumpel Uersu Buume vor 13 Monaten eine neue Canon Mark II erhalten, die während Jahresfrist ganze viermal in den Service gehen musste - dreimal kam sie zurück ohne dass der Schaden ansatzweise behoben gewesen wäre. Beim viertenmal hat's nun - Bingo! - geklappt! Die Canon-Verantwortlichen haben die Totgeburt nach mehrwöchiger Bedenkfrist behalten und mit dem neuen Modell Mark II N ersetzt! Wetten, dass die Geschichte demnächst in diesem Theater fortgesetzt wird? (Update 17.2.06)

 


 

Digitales Bildrauschen?
Nützliches Helferchen gegen lästiges digitales Bildrauschen findest Du als Gratisversion von Neat Image (allerdings nur für nichtkommerziellen Einsatz) unter www.neatimage.com. Die Home-Version dieses genialen Filters kostet knapp 30 $. Eine nachvollziehbare deutsche Kürzestwegleitung erhältst Du, wenn Du auf das Neat Image Ikon mit der gelben Blume rechts klickst. (Update 8.2.06)

 

 

 


 

Klau - das gibt's doch nicht!
Da hat mir doch so eine Sau nachmittags um 15 Uhr in der Postgasse mit einem sauberen Kunstgriff das Auto geöffnet (während ich im Rathaus am Fotografieren war) und meine 4 Wochen alte Nikon D2Hs, ein 80-200mm/2.8 sowie eine Tasche mit kunterbuntem Inhalt geklaut! Die Polizei hat in der darauffolgenden Nacht die Tasche in der Nähe wiedergefunden - vom geklauten Rest fehlt (logisch!) jede Spur.
Leute, ich flehe euch an: lest subito eure Versicherungspolicen genau durch und versucht euch dementsprechend zu verhalten, wenn ihr Aerger verhindern wollt... und kündigt Versicherungen, die nur Prämien fordern, sich aber im Schadenfall aus der Verantwortung stehlen! (Update 8.2.06)
Verbindung abgebrochen
Der Konverter, das letzte Teil, das mich noch an Canon gebunden hat, ist dank unten stehendem Aufruf und gütiger Mithilfe meiner Fotografenkollegen verkauft.
Mein Seitensprung zu Canon und die reumütige Rückkehr an Nikons Mutterbrust hat mich zwar genau 10'723 Stutz gekostet, aber auch ein ganzes Stück erfahrener gemacht! (Update 3.2.06)

 



Altlasten loswerden
Nun verbindet mich lediglich noch ein Konverter 1,4 Typ II (2x gebraucht) sowie dieses unten erwähnte ungebrauchte Makro 50mm/2,5 mit Canon.
Wenn mir jemand den Konverter für Fr. 370.- oder das ungebrauchte Makro für Fr. 350.- abkaufen möchte, wäre meine Trennung von Canon endgültig besiegelt. Also: Kauft, Leute, kauft! (Update 5.1.06)

 



Canon-Episödchen Nr. 5: Die magische 9

Dies soll mein letztes Geschichtchen sein - und es hat sogar ein Happy End: 9 Monate habe ich auf mein Canon-50mm/2,5-Makro warten müssen, bis es endlich geliefert worden ist. Allerdings funktionsuntüchtig. Also zurück zu Canon damit! Fast auf den Tag genau 9 Wochen hat diese Firma gebraucht, um mir dieses zu ersetzen - unglaublich, nicht?
Auch mein Kollege ubl ist zusammen mit mir heute von Canon beglückt worden - er hat endlich seine Canon Mark II zurückerhalten. Ob der Wackelkontakt aber tatsächlich im dritten Anlauf behoben ist, weiss ich nicht. Fragt ubl doch selber. (Update 5.1.06)

 



Canon-Episödchen Nr. 4 gefällig?
Mein Arbeitskollege ubl hatte gleichzeitig mit mir eine Canon Mark II erhalten. Recht bald stellte er einen Wackelkontakt beim hinteren Einstellrad fest und brachte die Kamera zu Photovision, dem Partner von Canon. Die Kamera kam zurück, war nicht intakt - ging wieder zurück zu Canon und wurde erneut von dieser Firma als repariert ausgeliefert. Doch denkste! Nichts geht!!! (Update 23.12.05)

 


 

Canon-Episödchen Nr. 3 gefällig?
Was mich mittlerweile nunmehr noch mit dieser Firma verbindet, ist unter ganz wenigem noch dieses Makro-Objektiv 50mm/2,8. Bestellt mit viel Enthusiasmus im Januar 2005 - geliefert im September, also 8 Monate später. Doch die verhaltene Freude herrscht nur kurz: beim allerersten Ernsteinsatz bleibt der AF tot - stelle auf manuellen Fokus um - der Fokusring lässt sich nicht mal bewegen! Ein Objektiv gängiger Komponenten, auf das ich fast 9 Monate gewartet habe, ist funktionsuntauglich ausgeliefert worden!
Also zurück mit diesem Gläschen zu Canon am 21. Okt. 05. Höre seither nichts mehr. Frage mehrmals nach: Ja, das Obj ist noch grad im Arbeitsprozess und wird morgens ausgeliefert. Denkste! Nun sind über 8 Wochen vergangen! Das ist doch einfach lausig!!! (Update 23.12.05)

 



Nein - vielleicht doch nicht
Vor Monaten hatte ich eine Aeusserung eines von Canon zu Nikon konvertierten Fotografenkollegen wohl zuwenig ernst genommen: "Duu, weisch, daa chunnt immer druuf aa wie's Liecht yfaut!" Recht hat Pius!!!
Diese Unbekannte habe ich mittlerweile auch kennengelernt! Erste Halbzeit YB-Basel mit einem Restchen Tageslicht, sehr kalt, mit wohl erschöpftem Akku: Farbschwankungen, Schärfe - na ja...
1250 ISO mit Nikon: wenn genau belichtet - ok. Aber wenn da etwas an der Gradationskurve gerupft werden muss - dann Gnade Gott! Ausschnitte - vergiss es! (Update 23.12.05)
ISO 1250 mit Nikon - geht das?
Aber ja doch! Die D2Hs hält dem Vergleich mit der Canon EOS-1 D Mark II stand. Letztes Wochenende fotografierte ich noch Hallentennis am Limit mit der Canon (auf ISO 1250, mit 640/2.8, weil bei der Mark II 500 eben 640 entspricht...); montags traf die sehnlichst erwartete D2Hs endlich ein.
Ihren ersten Einsatz erlebte dieses Ding am Europacupspiel der Zeiler-Volleyballerinnen: schnelle und unberechenbare Bewegungen, ungenügendes Licht: klar habe ich meist auf Sicherheit gemacht, auf ISO 400 bei 250/3,5 geblitzt. Aber dann wollte ich's doch wissen: ISO 1250 bei 400/2,8. Und? Die Nikon ist punkto Bildqualität (Rauschen, Farbe) zumindest nicht schlechter als die Canon! Aber der AF, phuah - sensationell! Leute, ich übertreibe nicht: jedes Bild war scharf. Oder hatte zumindest Zeitungsschärfe. Bei der Mark II hätte ich wohl knapp 20% der Shots einigermassen brauchbar gehabt... Mag sein, dass die Nikon einfach besser in meine Griffel passt, einfacher, direkter und logischer zu bedienen ist - eben von mir besser gehätschelt wird.
Ein Beispiel punkto AF gefällig? Ich habe eine Volleyballerin kurz vor der Abnahme mit dem mittleren Messpunkt angepeilt - und zwar ihre Körpermitte. Kurz vor dem Ballkontakt hat sie ihren Körper wie ein Klappmesser "zugeklappt", den Bauch extrem zum Bildrand hin bewegt - hat also eine Banane gemacht. Doch die anderen Sensoren haben diese Veränderung des Objekts analysiert und blitzschnell reagiert: Strazdinas Bauch war, wenn nun auch am Bildrand - knallscharf! Was will ich noch? (Update 9.12.05)

 



Endlich durchatmen - mit Nikon fotografieren!
Tröpfchenweise habe ich nun die bestellte Ware von Nikon erhalten: zuerst einen Akku, tags darauf den Blitz, später ein Objektiv - jedes Stück einzeln geliefert und verpackt in überdimensionierte Kisten, die einzeln von der Nordsee halb Europa durchreist haben... Die angedrohte lange Lieferfrist von 4 bis 6 Wochen fiel also kürzer aus als angedroht: satte drei Wochen und - sagen wir ein paar Tage.
Die mühsame Lieferung durch DHL kostete allerdings etwas Substanz, wenn Du das Päckli nicht gleich beim ersten Besuch in Empfang nehmen kannst. DHL hält sich leider nicht ganz an Zeitvereinbarungen für Nachlieferungen...
Aber nun sitze ich da mit je einer neuen Nikon D2X und einer D2Hs vor mir. Und bin voller Tatendrang!
Uebrigens: vom Canon-Makro-Objektiv habe ich immer noch kein Lebenszeichen vernommen - mittlerweile dürften 8 Wochen verstrichen sein seit der Einlieferung dieser Totgeburt... (Update 7.12.05)

 


 

Es ist vollbracht (zweiter Akt)
Zwei Wochen sind es nun her, seit ich mein Makro zurückgegeben habe - keinen Pieps mehr von ihm gehört!
Es bringt mir nun wirklich nichts, wenn ich vor jedem Job in die Fototasche greife und beim Ertasten der Kamera gleich das Kotzen kriege - wenn mir nichts, aber auch gar nichts mehr gelingen will...
So habe ich heute 16.37 Uhr nach Egg ZH durchewählt - und eine Nikon bestellt! Die Objektive aus meinem früheren Nikon-Leben habe ich wohlweislich fast alle behalten. Doch leider wird es noch eine Weile dauern, bis ich ohne Brechreiz werde fotografieren können. Denn man sucht nun irgendwo in Europa nach meiner neuen Kamera. Demnächst mehr in diesem Theater! (Update 8.11.05)

 



Unendliche Geschichte mit dem Canon-Objektiv
Da habe ich doch nach diesen 9 Monaten des Wartens auf das Canon-Makro-Objektiv dieses endlich in meine Fototasche stecken können. Vorgestern bot sich unerwartet die Möglichkeit, dieses Scherbelchen einsetzen zu können: ich wollte Details von Grabinschriften auf Berner Friedhöfen fotografieren. Also klaubte ich das Teil aus meiner Tasche, drehte es auf meine Kamera, blickte durch den Sucher, drückte den Auslöser - nichts! Toter als alles um mich herum! Der Autofokus funktionierte nicht, der manuelle Fokus erst recht nicht. Also zurück zum Auslieferer damit. Wetten dass diese Geschichte eine Fortsetzung haben wird? (Update 23.10.05)

 


Erdbeben in Kaschmir - Betroffene brauchen dringend unsere Hilfe!
Ganze Städte und Dörfer im Hochland können zurzeit nicht erreicht werden, weil die Zufahrtswege unpassierbar sind. Dabei sind tausende Menschen obdachlos geworden, hunderte liegen zum Teil noch lebend unter den Trümmern, darunter auch viele Kinder, die in der Schule von der Naturkatastrophe überrascht worden sind!
Wer noch nichts gespendet hat, soll dies doch bitte sofort nachholen:
Glückskette, 1211 Genève 1, PC-Konto 10-15000-6, Vermerk: Erdbeben Kaschmir; oder per Internet direkt bei www.glueckskette.ch. (Update 10.10.05)

 


 

Bingo, ein Canon-Objektiv!
Kaum zu glauben: nach 9 Monaten Lieferfrist hat mich Canon endlich mit einem 50mm-Makro beglückt! Böse Zungen bei Photo-Vision in Bern lästern, dieses Scherbelchen sei eigens für mich entwickelt worden. Selbst der Chef witzelt: "Nicht mal ein ganzes Jahr haben Sie auf das Makro warten müssen!" (Update 20.9.05)

 



Schreckliche Kunde aus dem Hause nikon.ch

Kurz nachdem ich den mutigen Entschluss gefasst habe, reumütig wieder zu Nikon zu konvertieren und den ganzen Canon-Krempel zu verscherbeln, erreicht mich ein Briefchen aus Egg ZH: das Nikon-Lager wird demnächst aufgehoben, Waren sind nur noch via Holland oder Irland zu beziehen! Da gibt doch nikon.ch einen gewaltigen Trumpf gegenüber Canon aus der Hand! Der Reparaturservice für Profigeräte sowie Beratung soll weiterhin von Egg ZH aus erfolgen. Wie lange noch frag' ich mich? (Update 20.9.05)

 



Jitz isch gnueg Heu dunger!
Nach 7 Monaten des Lieferengpasses für mein bestelltes Canon-Makro-Objektiv habe ich wieder mal einen Versuch unternommen und beim Auslieferer der Canon-Teile nach dem Verbleib des Scherbchens erkundigt.
Nach 2 Stunden ein Telefon der Verkäuferin, die bei Canon nach wiederholten Versuchen ein paar Bröösmeli erfahren hat: Das Makro ist frühestens Mitte September 2005 lieferbar wenn überhaupt!
So nicht meine Canoniers! Das lass ich mir schlicht nicht bieten! Ich verkaufe subito all Euren grauen Plastikschrott, zeige Euch einen ganz, ganz steifen Mittelfinger und poste mir wieder eine Nikon! Basta!!! (Update 19.8.05)

 



Viermaul spricht

Gut, nun habe ich fast 7 Monate mit Canon gelebt, gelitten und manchmal verhalten gefeiert! Kombinationen von mehrfachem Knopfdrücken gesucht. Wahrscheinlich müsste ich 13 Finger haben um dieses Ding problemlos bedienen und ein Gehirn-Update um die Bedienungsanleitung richtig interpretieren zu können.
Bildqualität top. AWB top! Blitzen top! Schärfe flop! AF im Servo-Modus Doppelflopp! Vor Monaten habe ich mutig entschlossen Nikon nach 30 Jahren beiseite gelegt, Canon gekauft, das Wissen von Budi, Manu und Päscu, aber auch Pädu - erfahrenen Canoniers - angezapft.

Kamera-Check bei Photo-Vision: Bringe meine Unzufriedenheit mit dem AF vor. Herr Viermaul sagt "Isch weiss was sie nischt rischtig haben! Fonction 17! Ah, haben sie rischtig. Dann ist es Fonction 13 - oh, ist auch rischtig." Viermaul entschwindet und taucht nach fast geschlagener Stunde wieder auf: Versuche zu erklären, dass mein AF immer noch nicht richtig funktioniert. Kommt dazu, dass ich vor fast 70 Tagen ein Makro-Objektiv 55mm/2,8 bestellt hatte - und immer noch warte. Viermaul sagt, dass Canon in diesem Spezialbereich (ach?) Lieferschwierigkeiten habe. "... aberch isch abe Ihnen dafürch die neuste Software gratis instalirrt." "Sorry, Herr Viermaul, die Software habe ich selbt vor ein paar Tagen aus dem Internet gesaugt und selbst installiert..."
Dann will ich endlich Klarheit über den mangelhaften AF! Viermaul sagt, der Kern des Problems sei, dass ich den falschen Knopf für die Aktivierung des AF aktiviert hätte... "Alle Fotograf in die Schweiz haben AF auf hinterche Gnopf - das ist Ihrch Problem!" Womit mein Vertrauen in diese Firma - trotz guter Bildqualiät - nun doch endgültig verflogen ist. (Update 24.6.05)

 



Es ist vollbracht
Nach 30 Jahren Fotografie mit Nikon bin ich am Donnerstag abend, 20.1.05, zirka 17.03 Uhr, nach reiflicher Ueberlegung zu Canon konvertiert.
Der "Glaubenswechsel" ist mir nicht leicht gefallen: Fast 30 Jahre lang war ich zufrieden, glücklich und überzeugt von Nikon - Qualität, Entwicklung, Service und Betreuung stimmten.
Leider haben ein paar Vorkommnisse in den letzten Wochen meine Ehe mit Nikon (von der ich glaubte, sie halte ewig) zerrüttet...
Den verbleibenden Sportfotografen, die weiterhin mit Nikon arbeiten, den "Last Nikon Heroes", möchte ich kurz meine ersten Erfahrungen mit der Canon EOS D Mark II mitteilen (die andern sollen gefälligst hier klicken!):
- Canon-Objektive sind entweder ganz leicht oder ganz schwer - zwischendrin gibts nichts
- diese Dinger müssen gegen alle Vernunft andersrum aufs Gehäuse gemacht werden
- überhaupt geht alles verkehrt rum, vor allem der Zoomring
- beim ersten, auch noch beim x-ten Hockeymatch geht alles weg, wenn ich heranholen will
- den Kontrollknopf für die Schärfentiefe habe ich noch immer nicht gefunden
- und wo, bitte, ist der AF-Lock-Knopf zur Arretierung der Schärfe?
- alle Canon-Fotografen weichen aus, wenn ich sie nach dem AF-Lock-Knopf frage
- jeder weicht auf eine andere Art aus (den braucht es nicht, verschiebe doch den Messpunkt usw.)
- jegliche Versuche, einen Knopf als AF-Lock-Knopf zu programmieren, scheiterten
- aber sonst lässt sich die Kamera für alles und jedes programmieren - nur nicht gleich auf Anhieb
- ob ich sie wohl jemals so programmieren kann, dass sie auch noch Milch gibt?
- das TTL-Kabel ist noch kürzer als bei Nikon
- selbst nach einer Woche ist es mir nicht gelungen, ein wirklich topscharfes Bild zu machen
- die Kamera sei noch nicht richtig programmiert, sagen die einen
- du musst die Kamera selbst mehr schärfen lassen, etwa auf dem "Füfi" sagen die andern
- im Flüsterton gesteht ein ehemaliger Nikon-Fotograf unter 4 Augen:
- "Canon-Zooms sind nirgendwo scharf..."
- ...worauf ich meine Tat abgrundtief bereue!
- Doch - wow, die Canon ist schnell!
- mit dem ersten Akku fotografierte ich gleich spielend länger als eine Woche, auch bei Kälte
- die Farben sind neutral - selbst beim Blitzen
- und jedes Bild hat dieselbe Temperatur wie das andere, auch mit WBA (White Ballance Automatic)
- kein lästiges plötzliches Ueberblitzen
- höchstens einfach grundsätzlich konstant eine Blende zu stark
- auch Fotos mit 1600 ISO sind möglich, sogar mit leichtem Ausschnitt
- ich vermisse das Yoghurthbächerli auf dem Blitz!
- einer sagt, man könne dieses dann vielleicht mal irgendwo kaufen
- manchmal wünsche ich mir meine Nikon zurück
- aber ich werde weiter kämpfen!!!
- schliesslich beruhigen alle von Nikon zu Canon Konvertierten: "Resu, du schaffst das auch!" (Update 26.1.05, wird fortgesetzt)

 


 

Stummer Protest eines Landwirts in Längenbühl BE auf seiner Wiese gegen arrogante Hundehalter und ihre ungebetenen vierbeinigen Darm-Entleerer.

 

Die 10 meistgehörten dümmsten Hundehalter-Sprüche

"Er tut nichts, er will nur spielen."

"Er ist sonst ein Lieber."

"Wer keine Hunde mag, der mag auch keine Menschen."

"Ich mache das Häufchen immer weg."

"Mein Hund macht so etwas nicht."

"Hunde sind die besseren Menschen."

"Er will nur sein Revier verteidigen."

"Maulkorb und Leine sind Tierquälerei!"

"Mein Hund fühlt sich wohl im Büro - Hauptsache, er ist nicht allein."

"Dafür bezahle ich schließlich Hundesteuer!"

(Update 6.9.04)

 



Hundebisse in der Schweiz - fundierte Zahlen vom BVET
Gemäss Bundesamt für Veterinärwesen werden in der Schweiz jährlich über 13'000 Personen wegen einer Hundeattacke ärztlich behandelt!
34% wurden von einem ihnen bekannten Hund gebissen; 24% sogar vom eigenen.
Kinder werden durchschnittlich doppelt so häufig gebissen als Erwachsene.
Sie erleiden dabei sehr häufig Kopfverletzungen, während Erwachsene hauptsächlich an Armen und Beinen gebissen werden.
Fremde, dem Opfer unbekannte Hunde bissen zu 66% aus heiterem Himmel zu, ohne dass vorher eine Interaktion stattgefunden hätte.
Beissende Hunde waren in den wenigsten Fällen allein unterwegs...
(Zahlen aus BVET-Magazin 4/2002) (Update 7.9.04)

 


 

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